Mittwoch, 23. Juli 2014

Überwindest Du ... Teil 5

oder wirst Du überwunden?

Es folgt nun der fünfte und letzteTeil des Gastbeitrages von Hans Hauser. 

Nach der Wiedergeburt

Nicht von einer Knechtschaft in die andere
An dieser Stelle muss ein wichtiger Punkt geklärt werden, um einem falschen Eindruck entgegenzuwirken, den viele aus den bisher dargelegten Wahrheiten gewinnen. Wie oft haben Menschen, denen ich die göttliche Wahrheit vorlas, dass die alte Natur beseitigt und durch eine neue ersetzt werden muss, zu mir gesagt: »Das bedeutet doch, dass man nicht mehr sündigen kann und dass man den Himmel eigentlich direkt betreten könnte.«

Doch das bedeutet es keineswegs, denn wir kommen nicht von einer Knechtschaft in die andere, sondern von der Knechtschaft in die Freiheit. Der Mensch, der unter der Herrschaft der bösen Natur steht, hat keine Freiheit, die Werke der Gerechtigkeit zu tun; der Christ jedoch ist frei, zu sündigen, oder nicht, ganz wie er will. Ein kurzes Studium über die Unterschiede zwischen den beiden Herren wird diesen Punkt ganz deutlich machen.

Wenn sich ein Mensch in dem Zustand befindet, der in Römer 7 beschrieben wird, hat er die fleischliche Gesinnung in sich, die ihn wie ein tyrannischer Sklavenherr beherrscht, gegen dessen Macht der Wille des Menschen bei Weitem nicht ankommt. Dieser Herr herrscht über den Willen, um all den Lüsten des sündigen Fleisches zu dienen und es als ein Werkzeug der Ungerechtigkeit zu benutzen.



Der in Römer 8 beschriebene Mensch hat nicht die fleischliche Gesinnung. Er hat die göttliche Gesinnung, die Gesinnung Christi. Er ist eine neue Kreatur und hat einen neuen Herrn, der die Stelle des alten eingenommen hat. Zwischen der Natur des alten und des neuen Herrn besteht ein wesentlicher Unterschied.

Die fleischliche Gesinnung ist ein Tyrann, der durch Gewalt herrscht. Gott hingegen herrscht nicht durch Gewalt, sondern durch Liebe. Niemals erzwingt er einen Dienst. Er ruft, lädt ein und bietet an; aber niemals wendet er Gewalt an. Deshalb wird ein Mensch Gott niemals dienen, wenn er nicht eine eindeutige und persönliche Entscheidung dafür trifft.

Welch ein Gegensatz zu Satans Herrschaft! Wer einmal unter seiner Herrschaft steht, muss ihm dienen, ob er will oder nicht.

Als Jesus auf diese Erde kam, sagte er:»... So wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. « Matthäus 20,28. Das ist der große Grundsatz im Leben Christi und seines Vaters. Die göttliche Gesinnung ist also ein Diener, der unserem Willen dient, um die sündige, gefallene menschliche Natur zu unterwerfen und unter Kontrolle zu halten.

Das heißt nicht, dass der wiedergeborene Christ die göttliche Gesinnung jederzeit wie einen Diener benutzen kann. Vielmehr dient diese wunderbare Kraft dem Willen immer dann, wenn er eingesetzt wird, um den gerechten Geboten Gottes zu gehorchen.

Die praktische Anwendung

Um die Situation klarzumachen, brauchen wir nur einmal zu untersuchen, was im Fall des Menschen von Römer 7 vor sich geht und was sich bei dem Menschen von Römer 8 abspielt. Wenn der Teufel an den Menschen von Römer 7 mit einer Versuchung herantritt, die die Begierden und Schwächen des Fleisches anspricht, so weiß dieser Mensch von seinem Verstand her sehr genau, dass es falsch ist, der Versuchung nachzugeben.

Er ist fest entschlossen, das Unrecht nicht zu tun, und sendet einen Befehl an seinen Leib als das ausführende Werkzeug, um zu bestimmen, wie dieser sich verhalten soll.

Der wirkliche Herr des Menschen ist jedoch die fleischliche Gesinnung, die Macht der Sünde, die die Szene beherrscht und den Willen des Menschen übergeht, sodass die Begierden des Fleisches nicht unter Kontrolle gehalten werden, sondern sich zu offener Sünde entwickeln. Damit wird deutlich, dass in dieser Situation die fleischliche Gesinnung die Kontrolle hat.

Bei dem Menschen von Römer 8 sieht die Sache anders aus. Wieder treten dieselben Versuchungen an dasselbe Fleisch heran. Wieder muss der Verstand eine Entscheidung darüber treffen, was getan werden soll, denn jede Versuchung stellt den Menschen vor eine Entscheidung. Wer jetzt den festen Entschluss fasst, der Versuchung nicht nachzugeben, erlangt den Sieg; dabei gilt als Voraussetzung, dass der Entschluss in dem lebendigen Glauben gefasst wird, dass die im Menschen wohnende Kraft Gottes zusammen mit der göttlichen Kraft von oben die Willensentscheidung des Menschen wirksam macht; denn nur so werden diese gewaltigen Mächte seinem Willen dienen und einen eindeutigen Sieg bewirken. Das Fleisch wird vollständig unter Kontrolle gehalten, und es kommt nicht zur Sünde.

Es kann nicht genug betont werden, dass der Glaube zum Sieg führt. Wohl ist es der Wille, der anstelle des alten Sündenwesens die Kontrolle erlangt hat, aber der Wille kann sich nur durchsetzen, wenn er seine Kraft in dem Glauben ausübt, dass der Herr die Entscheidung wirksam macht. Solch ein Glaube schließt die feste Gewissheit ein, dass Gott die Macht und die Bereitschaft hat, dies zu tun. Wer meint, er habe nach seiner Wiedergeburt selbst genug Kraft, um der Sünde zu widerstehen, wird mit Sicherheit der Versuchung erliegen. »Der Gerechte wird aus Glauben leben. « Römer 1,17.

Das Aufrechterhalten

Es besteht also eine wirkliche Notwendigkeit, die lebendige Erfahrung, die man erlangt hat, aufrechtzuerhalten. »Der Gerechte wird aus Glauben leben« (Römer 1,17), aber der Glaube kann sterben, und man kann ihn verlieren. Er muss deshalb nicht nur aufrechterhalten, sondern weiterentwickelt und gestärkt werden. Der Glaube ist etwas Lebendiges, und etwas Lebendiges muss ständig wachsen, sonst stirbt es. Darum braucht man jeden Tag die geistliche Speise aus dem Wort Gottes. Die Befreiung von dem alten Sündenherrn ist eine Erfahrung, die in der Bibel mit Wiedergeburt oder Neugeburt bezeichnet wird. Entsprechend wird ein Mensch, der gerade Christ gewor-den ist, mit einem »neugeborenen Kindlein« verglichen. Ein neugeborenes Kind hat den langen Lebensweg gerade erst begonnen, und es braucht sofort Nahrung, um zu der vollen Reife eines Erwachsenen zu gelangen. Deshalb verlangt es nach Milch. Entsprechend heißt es: »Seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil l. Petrus2, 2

Die Notwendigkeit, täglich das Wort Gottes zu studieren, besteht für die Neubekehrten ebenso wie für alle Christen und kann nicht genug betont werden. Darin liegt Kraft. Ohne diese tägliche geistliche Nahrung wird der Glaube immer schwächer, sodass man den machtvollen Versuchungen des Feindes erliegt, wenn sie an einen herantreten. Man wird mit Sicherheit fallen, obwohl man die gewaltige Kraft Gottes in sich hat.
Danach mag man sich fragen, wie das möglich sein konnte, wo doch die Macht Gottes die größte Macht ist, die es gibt. Mit Sicherheit ist sie viel größer als die Macht der Sünde. Wie also konnte die Sünde über uns herrschen, wenn es wirklich stimmt, dass diese Macht in uns ist?

Folgendes Beispiel soll veranschaulichen, warum die Macht Gottes in uns keine automatische Garantie dafür bietet, dass wir nie wieder sündigen werden.

Ein starkes Heer, wie zum Beispiel das römische Heer unter Cäsar oder das griechische unter Alexander dem Großen, zieht in die Schlacht. Die Heere dieser beiden Männer galten zu ihrer Zeit als die mächtigsten der Erde, und es gab keine Feindesmacht, die es mit ihnen aufnehmen oder sie herausfordern konnte. In jedem Fall besteht ein Heer aus zwei Elementen: aus dem Befehls habenden General und der gesamten Heeres Macht, die sich wiederum aus dem Fußvolk mit seinen Waffen und der Kavallerie mit Wagen, Reitern und Waffen zusammensetzt. Allein auf sich gestellt, hat der General keine Macht. Er wäre nicht einmal der kleinsten Feindesmacht gewachsen. Seine Macht ist die Macht des Heeres, und nur, wenn es sich ihm unterstellt, kann er mit einem siegreichen Feldzug rechnen. Auf der anderen Seite braucht das Heer die Fähigkeiten und Anweisungen des Generals, um schnell und wirksam handeln zu können. Der General ist der Wille des Heeres, und der Sieg hängt von dem richtigen Einsatz dieses Willens ab. Nehmen wir einmal an, solch ein mächtiges Heer befindet sich auf einem Feldzug, auf dem es einen Sieg nach dem anderen erringt. Schließlich muss nur noch eine wichtige Schlacht geschlagen werden, bevor das ganze Gebiet unterworfen ist. Der Gegner ist ein verhältnismäßig schwacher Feind, der sich bislang noch in den Gebirgsausläufern gehalten hat; wenn er geschlagen ist, ist das Land unter der vollständigen Kontrolle der Besetzer.

Doch der Heerführer und seine Offiziere sind sich ihres Geschicks, ihrer Fähigkeiten und ihrer Macht so sicher geworden, dass sie beschließen, schon vor der Schlacht ein Fest zu feiern, bei dem sie sich einem großartigen Essen und einem ausgiebigen Trinkgelage hingeben. So verlassen der General, seine Adjutanten und alle Offiziere das Lager und verbringen die Nacht mit Feiern, bis sie am Morgen so betrunken sind, dass sie nicht mehr merken, was um sie herum geschieht.

Doch gerade in diesem Augenblick greift der Feind unerwartet und plötzlich an. Die Vorposten geben Alarm, und das Heer stellt sich dem Feind entgegen; aber um seine Kräfte wirkungsvoll zu organisieren und einzusetzen, braucht es die Befehle des Generals, denn der Feind ist schlau und brutal. Der Heerführer jedoch ist zu diesem Zeitpunkt völlig außerstande, auch nur eine einzige vernünftige Entscheidung zu treffen und dem wartenden Heer entsprechende Anweisungen zu geben.

Plötzlich steht das Heer ohne einen Befehlshaber da, ohne Willen und intelligente Führung. Es ist das mächtigste und stärkste Heer der Welt und sollte angesichts des viel schwächeren und kleineren Feindes eigentlich einen schnellen, bezeichnenden Sieg erringen. Doch so, wie die Dinge nun liegen, ist das unmöglich, und der schwächere Feind wird aus dieser Schlacht als Sieger hervorgehen.

Wenden wir dieses Gleichnis auf das Geistliche an. Die große Macht des Heeres stellt die Macht Gottes in unserem Leben dar. Das ist die größte Macht, die es gibt, und ihr kann nichts widerstehen. Der Heerführer in der Erfahrung von Römer 8 ist der verständige und geschulte Wille. Der Feind ist das sündige, unheilige Fleisch, durch das der Teufel arbeitet, um die Unterwerfung und Vernichtung des ganzen Menschen zu bewirken.
Während es einem irdischen Heer noch möglich sein mag, auch ohne den Willen und die Anweisung seines Befehlshabers etwas zu unternehmen, kann die in uns wohnende Macht Gottes ohne den richtigen Einsatz unseres Willens nichts tun. Wenn wir es in der Stunde der Versuchung versäumen, die richtige Entscheidung zu treffen und dem Feind ein festes »Nein« entgegenzusetzen, kann Gottes Macht nichts für uns tun, und wir fallen durch unser sündiges Fleisch der Macht des Feindes zum Opfer.

Weil dieser Punkt viel zu wenig verstanden wird, fallen viele durch die Macht des Feindes in Sünde, deren Leben eigentlich ein ununterbrochenes Siegeslied sein sollte. Es ist notwendig, die Rolle des Willens auf der einen Seite und die Rolle des Gefallenen, sündigen und trügerischen Fleisches auf der anderen Seite besonders zu studieren. Wie die heiligen Apostel müssen wir die Sündhaftigkeit dieser Natur bekennen und dürfen kein Vertrauen in das Fleisch setzen.

Wenn der Glaube schwach und matt geworden ist, ist eine Niederlage sicher. Aber es braucht nie so weit zu kommen. Der Glaube kann und muss am Leben erhalten werden.

Bedenkt, dass das neue Leben vollkommen ist, wenn es uns gegeben wird, so wie ein neugeborenes Kind körperlich vollkommen ist. Damit das Kind aber in dieser Vollkommenheit wachsen kann, muss es ernährt und versorgt werden. Gott stellt die Nahrung zur Verfügung, doch die Eltern müssen sie ihrem Kind geben. Gott lässt diese Nahrung dem Kind nicht automatisch Tag für Tag zukommen, denn die Ernährung des Kindes ist die Pflicht der Eltern. Gleichermaßen stellt Gott in der Bibel alle Nahrung zur Verfügung, die zur Ernährung des geistlichen Kindes notwendig ist. Doch die tatsächliche Ernährung ist unsere Verantwortung. Das wird Gott nicht für uns tun. Eine unbenutzte Bibel ist wie ein verschlossener Vorratsraum und nützt niemandem.

Wachet!

Jesus sagte: »Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. « Matthäus 26,41.

Christ zu werden bedeutet zugleich, in das Heer des Herrn einzutreten. Von nun an gilt es, täglich Schlachten zu schlagen und voranzumarschieren. Unser Weg durchs Leben ist kein Ausflug. Wir sind im Krieg. Unser Feind ist immer zur Stelle und bemüht sich, unsere Schwächen herauszufinden, damit er uns überwinden und vernichten kann. »Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.« 1.Petrus 5,8.

Kein Heer zieht in den Krieg, ohne Wachen aufzustellen, denn es will vom Feind nicht überrascht werden. Ebenso muss der Christ täglich seine Wachen aufstellen. Die Bibel offenbart die Schliche des Bösen sehr deutlich, und wir können genau wissen, wie und wo wir achtgeben müssen, um ihm mit dem Wort Gottes entgegenzutreten, noch bevor er einen Vorteil erlangen kann.

Der Krieg ist des Herrn

Es ist außerordentlich wichtig, dass wir nie versuchen, selbst mit Satan zu kämpfen. Der große Kampf findet zwischen Christus und Satan statt. Versuche nicht, den Kampf an Christi Stelle zu führen. Wenn der Teufel an dich herantritt, überlass ihn dem Herrn, der sich mit ihm befassen wird. Wenn du das tust, wird Satan mit Sicherheit fliehen, denn er weiß, dass Christus ihn bereits besiegt hat.

Einige mögen über die folgende Veranschaulichung lächeln, doch ich weiß, dass sie schon manch einem Menschen sehr geholfen hat.

Man stelle sich vor, auf einer Dschungelsafari mitten in Afrika zu sein. Eines Tages gilt es, ein besonders gefährliches und dicht bewachsenes Gebiet zu durchqueren. Man ist mit dem Land und den dort beheimateten Tieren nicht vertraut. Doch ein ortskundiger und erfahrener Führer bietet seine Dienste an. Er hat diesen Weg schon sehr oft zurückgelegt, ohne dass ihm etwas passiert ist. Er kennt das Land und weiß, wie man sich den wilden Tieren gegenüber verhält. Er ist mit allen Waffen ausgerüstet, die man für eventuelle Zwischenfälle auf dieser Reise braucht.

Nach einiger Zeit begegnet die kleine Gruppe tatsächlich einem ausgewachsenen, furchterregenden Gorilla, der beim Anblick der nahenden Gefahr sofort auf die Gruppe losstürmt. Angenommen, der unerfahrene Reisende tritt dem Tier jetzt auf eigene Faust und unbewaffnet entgegen. Gewiss beweist das seinen Mut. Aber er hat auch seinen Führer nicht vergessen, den er selbst erwählt hat, und während er auf das Riesentier zu-eilt, ruft er seinem Führer zu: »Schnell, hilf mir, den Gorilla zu überwältigen!

Doch was wird der Führer verzweifelt antworten? »Zurück! Geh aus dem Weg! Ich kann meine Waffen nicht gegen diese Gefahr einsetzen, solange du im Weg stehst!

Der unerfahrene Reisende würde also das Werk des Führers verhindern und gleichzeitig seine eigene Niederlage sicherstellen. Genauso ist es im Geistlichen, wo wir das Werk, das Christi Angelegenheit ist, auch Christus überlassen müssen. Wenn der Feind kommt, versuche nicht, es selbst mit ihm aufzunehmen, denn »der Krieg ist des Herrn«. 1. Samuel 17,47. »Denn nicht ihr kämpft, sondern Gott. « 2. Chronik 20,15.
Wir sind nicht so stark wie Satan, aber Christus ist stärker als er. Wir können es mit Satan nicht aufnehmen. Nur Gott kann das. Denke deshalb daran, dem Teufel immer einfach mit dem Wort Gottes zu widerstehen und niemals mit deiner eigenen Kraft! Wenn er sich dir naht, sage ihm geradeheraus, dass er an der falschen Adresse ist. Der alte Mensch, der auf seine Versuchungen immer eingegangen ist, ist nicht mehr in dir. Das neue Leben, das seit der Veränderung in dir wohnt, tut diese Werke nicht. Sobald Satan die Stimme des Glaubens vernimmt, die solche Worte spricht, flieht er, und die Versuchung löst sich in nichts auf.

Schlusswort

Wer die hier dargelegten Grundsätze anwendet und den beschriebenen Vorgehensweisen folgt, wird aus der Herrschaft der Sünde befreit und ein Glied am Leib Christi werden.

Danach folgt der Prozess der Erziehung, durch den die Seele von den falschen Vorstellungen und Theorien befreit wird, die in der Schule Satans gelernt wurden. Die Vollendung des einen Werkes ist der Anfang eines anderen. Nachdem der gute Same gepflanzt ist, muss er zur vollen Reife heranwachsen. Ein stetes Wachstum wird Tag für Tag stattfinden, wenn der Gläubige fleißig von dem lebendigen Wort speist.

Satan wird eifrig bemüht sein, den Wiedergeborenen von Christus wegzuziehen, und bedauerlicherweise mag ihm das zeitweilig auch gelingen. Damit ist aber nicht die ganze Ehe mit Christus zunichte gemacht. Prompte Reue, Vergebung und Reinigung werden die Gemeinschaft mit Gott wiederherstellen, und es werden kostbare Lehren gelernt, die die Seele für die Zukunft sicherer machen.

Dieses Studium umfasst nicht alles, was es über den Erlösungsplan zu lernen gibt. Es beschreibt nur den Eintritt in die Familie Christi. Einige Richtlinien, wie man diese Erfahrung aufrechterhalten kann, sind auch gegeben worden, aber das Werk der Reformation ist keineswegs in seiner Tiefe und in allen Einzelheiten dargelegt worden. Ein ergänzendes Buch mit dem Titel Erweckung und Reformation behandelt diesen Aspekt in angemessener Weise.

Gottes Weg für jedes seiner Kinder ist Sieg und Frieden, nicht Niederlage und Elend. Möge jeder die Fesseln der Sünde abschütteln und so leben, wie Gott es für uns Menschen vorgesehen hat!