Mittwoch, 26. Dezember 2012

Leben Engel unter uns? III


 

Die fesselnde Geschichte von Tobias hat uns eindrücklich gezeigt, daß an sich unsichtbare Engel durchaus unerkannt sich wie ein Mensch auf Erden bewegen und sich unterhalten kann. Ein Engel in einem menschlichen Körper? Es scheint, daß es ein menschlicher Leib ist, ist es aber nicht. Denn ein materieller Leib eines Engels stammt nicht aus der Blutlinie Adams.

Raphael ist ein Göttlicher Engel im Himmel. Der segensreiche Auftrag, den er in der Geschichte Tobias erfüllte, war ein klarer Auftrag Gottes. Raphael und alle andern Engel im Himmel handeln nicht nach eigenem Willen, sondern tun, was der Herr will. Das heißt aber nicht, daß sie nicht einen eigenen Willen hätten und nicht tun könnten, was ihnen selbst wohlgefiehle. Sie hätten durchaus die Möglichkeit, den Willen Gottes zu ignorieren und das tun, wonach ihre eigenen Begierden gelüsten. Nur – das hätte natürlich knallharte Konsequenzen. Auch dafür gibt es ein biblisches Beispiel. Es gab Engel, ja sogar Cherube, welche diese Erfahrung schon gemacht haben. Dabei müssen wir nun unterscheiden zwischen dem Fall Luzifers, welcher schon früher geschah und dem Fall dieser Cherube, welche ihre Aufgabe als Wächter des Thrones Gottes missbraucht haben und demzufolge – wie einstmals Luzifer – aus dem Himmel verwiesen wurde. Diese Geschichte lesen wir im 1. Mose 6. 1 ff:

"Als sich aber die Menschen zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Söhne Gottes, daß die Töchter der Menschen schön waren und nahmen sich von allen diejenigen zu Weibern, welche ihnen gefielen. Da sprach der HERR: Mein Geist soll den Menschen nicht ewig darum strafen, daß auch er Fleisch ist, sondern seine Tage sollen hundertundzwanzig Jahre betragen! Die Riesen waren auf Erden in jenen Tagen, und zwar daraufhin, daß die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, die von alters her berühmt gewesen sind."

Der Apostel Judas nahm auf diese Geschichte Bezug, als er schrieb: "und daß er die Engel, welche ihr Fürstentum nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Banden unter der Finsternis verwahrt hat;" (Vers 6)

Also, diese Cherube oder diese Wächter waren Engel, auch Gottes Söhne genannt. Wie wir nun wissen, war und ist es für Engel ein Leichtes, sich einen materiellen Leib anzueignen. Dabei ist es ein ebenso Leichtes, diesem Leib eine Form nach ihrem eigenen Gutdünken zu geben und in diesem Fall ist es nicht schwer zu erraten, welche menschliche Form diese Engel wählten. Um den menschlichen Töchtern zu gefallen, welche sie sich auserwählt haben, erschienen sie ihnen als flotte, kräftige Jünglinge.

Die Frucht dieser Verbindung der Göttlichen Väter, welche ja nicht in der Blutlinie Adams waren mit den menschlichen Töchtern war dann auch etwas Aussergewöhnliches. Das Ergebnis dieser Verbindungen waren dann nicht Menschen aus Adam, sondern halb Götter, halb Menschen. In der Bibel steht zwar nur daß diese unnatürliche Nachkommenschaft "Riesen" wären und geht nicht näher darauf ein. Diese "Riesen" begegnen uns dann im Alten Testament immer wieder, sei es bei den Kanaaniter, vor denen die Israeliten Angst hatten, sie zu überwältigen oder sei es bei David, welcher hingegen keine Angst hatte, den Riesen Goliath zu bekämpfen. Andere Schriften nennen diese Riesen auch Nephilim. Ausser Goliath kennen wir noch weitere Namen dieser Nephilim, etwa Gilgamesch, Zeus, Herkules, Re, Neptun, Herakles, Apollo und wie die alten Götter, eben die Helden, die von alters her berühmt gewesen sind, alle auch heißen mögen.

Die Eigenschaft dieser Nephilim aber war nicht nur die überragende Körpergrösse. Es gab Hybriden, halb Mensch, halb Tier. Das ist damit zu erklären, daß das ganze DNA-Gefüge ausser Rand und Band geraten ist. Die seit Adam weitergegebene Gen-Struktur wurde durch die nicht menschlichen Väter zerstört.

Diese Himmlischen Väter haben aber nicht nur Nachkommen mit Menschen gezeugt. Sie haben den Menschen Himmlische Geheimnisse verraten wie das Kriegshandwerk, die Astronomie usw. Das Buch Henoch gibt uns darüber Auskunft. Auch wenn dieses Buch Henoch nicht Bestandteil des Kanon ist, so ist es immernoch eine interessante Informationsquelle, zumal der Apostel Judas (im Vers 14) in seinem Brief auf eben dieses Buch Henoch Bezug nimmt.

Für diese Vergehen sind die Engel, die zweihundert Cherube, wie Henoch schreibt, von Gott schwer bestraft worden. Sie wurden gebunden bis auf den Tag des Jüngsten Gerichts. Sie sind schwerer bestraft worden als Luzifer. Letzerer ist lediglich aus dem Himmel verstossen, kann sich soweit frei bewegen, er geht auf der Erde umher (wie ein brüllender Löwe), er erscheint täglich vor Gottes Thron (um die Gläubigen zu verklagen) und er herrscht in den Lüften. Die 200 Cherube aber sind gebunden und haben keine Möglichkeit, sich zu rühren.

Das Treiben dieser Nephilim, welche sich ja wieder mit menschlichen Frauen verbunden haben, war so arg, daß die Menschenrasse sich so verändert hatte, daß es eben keine reine Menschen mehr waren – bis auf Noah und seine Familie. Gott hatte keine andere Möglichkeit, als diese entartete Menschenrasse zu vernichten.

Wie wir aber aus der Heiligen Schrift wissen, wurden durch die Sintflut nicht alle Nephilim vernichtet, einige überlebten, welche sich dann auch wieder vermehrten und vor allem im Gebiet Mesopotamien (Sumerer), Libanon bis Ägypten anzutreffen sind. Nicht nur die Bibel, sondern alle Kulturen berichten von diesen Nephilim, welche einstmals als Götter den Eingang in die Mythen und Historie gefunden haben.

Eines Tages sind diese Nephilim aber ausgestorben (man nimmt das wenigstens an). Aber was geschah mit einem Nephilim, der starb? Hatte er ebenfalls eine Art Seele und was geschah mit dieser nach seinem Tod? Diese Fragen sind besonders heute sehr wichtig, weil diese Nephilim sich nun in dieser Endzeit wieder rege betätigen.

Die Geister dieser Nephilim nennen wir die Dämonen. Diese sind keinesfalls gebunden, sondern gehen wie Luzifer frei auf dieser Welt umher und suchen, wen sie verschlingen können. Wenn wir uns Dämonen vorstellen, dann stellen wir uns Wesen in Form eines Drachen, eines Tieres oder halb Mensch, halb Tier vor. Genau so, wie sie eben sind. Oder Reptiloiden, Schlangen, Heuschrecken, Fröschen und Kreuzungen davon aber immer mit übermenschlicher Intelligenz.

Auch diese Nephilim oder eben: Dämonen haben die Möglichkeit, Menschliche Leiber anzunehmen. Aber nicht wie ihre Väter, denn diese Leiber sind nun nicht materiell, aber sie können ihre Leiber den Menschen materiell "erscheinen" lassen. Aber nicht nur ihre Leiber, sondern auch andere materielle Objekte. Für die betreffenden Menschen sind diese Erscheinungen dann echt und sie sind Glaubens, diese Erscheinungen als absolut feste materielle Objekte wahrzunehmen. Mit dieser Fähigkeit haben diese Dämonen nun die allerbesten Möglichkeiten, unter den Menschen eine riesige Verwirrung zu stiften. Wie ihnen das gelingt, zeigt die New-Age-Bewegung und die Esoterische Szene – und wie diese Einflüsse auf die Kirchen übergreifen, ist ja unschwer zu erkennen.

Wie diese Dämonen fast die gesamte Menschheit zum Narren halten, wollen wir im nächsten Teil sehen.

 

Jesus segne Dich!