Mittwoch, 5. Juni 2013

Gläubig oder ungläubig?




Das ist das entscheidende Merkmal. Sind wir gläubig, kommen wir in den Himmel, sind wir aber ungläubig, sind wir für die ewige Hölle bestimmt. Und die Ewigkeit ist lang. Also, doch lieber gläubig sein – und wir haben die absolute Garantie, nicht im Inferno zu landen. Dieses Dogma haben wir alle schon gehört und glauben es, weil es auch so in der Bibel steht, denn es steht geschrieben: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (Mark. 16, 16) Legt man in das Wort „Glaube“ den Sinn der Nachfolge Jesu hinein, dann stimmt das natürlich, was Markus in seinem Evangelium geschrieben hat.

Heute jedoch versteht man im Allgemeinen unter dem Begriff „Glauben“ die Anerkennung der Existenz Gottes oder Jesu. Man glaubt, dass Jesus existiert. Man glaubt, das Jesus am Kreuz für die Sündenvergebung gestorben ist und man glaubt, dass es nach dem leiblichen Tod ein Weiterleben der Seele gibt. Mit anderen Worten: Wir müssen nur glauben, dass Jesus unsere Sünden getilgt hat – und schon sind wir im Himmel. Da kann ich nur sagen: Selig ist, wer da glaubt!

Diese Art von Glauiben ist auf der einen Seite eine esotherische Lehre. Auch die Esoszene glaubt an Ihre Lichtarbeit und sind deshalb schon Lichtarbeiter und stehen kurz vor ihrem Bewusstseinssprung. Nur glauben – uind man hat es! Aber nicht nur die Esotherik, auch der Islam lehrt die selbe Art des Glaubens. Wer an den Nephilim (alias antiken agyptischen Mondgott) Allah glaubt, der steht „richtig“ im Glauben und ihm steht das Tor ins Paradies offen (wie sie sagen). So hat zum Beispiel der sehr redegewandte deutsche Islamist Pierre Vogel einen Vortrag gehalten über die Frage, ob Mutter Theresa aus Kalkutta wohl im Himmel sei. Seine nicht so ganz geistreiche Rede zeigte dann die Antwort: Wenn sie (die Mutter Theresa) sich im letzten Moment zu Allah bekehrt hätte, sei sie wohl im Himmel, wenn nicht, wäre sie dort, wo alle Ungläubigen anzutreffen sind, nämlich in der Hölle.

Im Islam braucht es nichts anderes, als nur der Glaube. Keine Konsequenz in der Lebensführung. Ebensowenig wie bei den Esotherikern – und wie auch bei den christlichen Kirchen. Diese Verallgemeinerung ist beabsichtigt, denn es geht mir in diesem Fall vordergründig um die Kirchenlehre, nicht um die Gläubigen, denn ich weiss sehr wohl, dass etliche Brüder und Schwester ihr Leben in die Nachfolge gestellt haben.

Aber sind wir ehrlich: Wo ist der Unterschied im Leben von „Gläubigen“ und „Ungläubigen“ im christlichen Sinne? Mal ganz davon abgesehen, dass eben die einen an die Existenz Gottes glauben und die anderen nicht, so gibt es im Grossen und Ganzen sehr wenige Unterschiede. Beide Gruppen haben zuhause einen Fernseher, beide Gruppen gehen zum Arzt, wenns irgendwo wehtut, sogar auch zur vorsorglichen Untersuchung. Beide Gruppen sind im Berufsleben karriereorientiert (sogar innerhalb der Kirchenhirarchie!) und bei beiden Gruppen gibt es Ehescheidungen. In beiden Gruppen gibt es Altersdemenz und in beiden Gruppen leiden die Menschen an Depression und Burn-Out. Bei beiden Gruppen ist das Tragen von schönen (Marken-)Kleider und das Auftragen von Make-up wichtig. Bei beiden Gruppen sind die sinnlichen Genüsse eine Wohltat für Seele und Leib und bei beiden Gruppen ist die Sünde Bestandteil des Lebens, bei den einen fehlt die Sündenerkenntnis und die andern akzeptieren sie, weil sie der Meinung sind, solange wir im Fleisch leben „sind wir allzumal Sünder“, aber wir dürfen jeden Tag die Sünden ja wieder unters Kreuz legen.

Noch einmal: wo ist der Unterschied? Die einen Sünder kommen in die ewige Hölle, die andern in den Himmel.

Doch wie ist das nun mit diesem Kriterium „Gläubig“ oder „Ungläubig“? Richtig, so ganz biblisch ist diese Unterscheidung nicht. Die Bibel, das Wort Gottes, gibt uns nämlich ein ganz anderes Merkmal. Sie zeigt uns aber auch ganz klar, dass der Glaube an die Existenz Jesu und dessen Sündenvergebung noch lange kein Kind Gottes aus uns macht, dass da noch etwas ganz anderes dazugehört. Und das hört man nun in den christlichen Kirchen kaum, weil es die Leute auch nicht hören wollen.

Das biblische Kriterium

Nach der Heiligen Schrift ist also nicht der lapidare Glaube ausschlaggebend, ob jemand ein Kind Gottes ist, sondern der Geist, von dem er getrieben, dominiert, bestimmt oder beherrscht wird. Ist es der der Weltgeist oder der Geist Gottes? Also nicht das Glaubensbekenntbis, sondern der Lebenswandel allein ist wichtig: „denn alle, die vom Geist Gottes bestimmt werden, sind Kinder Gottes!“ (Röm. 8.14) Und vorher, im Vers 9 sagt Paulus: „Ihr aber werdet nicht mehr von eurer sündigen Natur, sondern vom Geist Gottes beherrscht, wenn Gottes Geist in euch lebt. Wer aber den Geist von Christus nicht hat, der gehört nicht zu Christus.“ und „Deshalb können Menschen, die noch von ihrer menschlichen Natur beherrscht werden, Gott niemals gefallen.“ (Vers 8) (Ja, diese Bibelübersetzung Neues Leben-die Bibel ist an Deutlichkeit nicht mehr zu übertreffen. Ich empfehle sie jedem!)

Und jetzt erkennen wir eine gefährliche Diskrepanz. Wir können sehr wohl „gläubig“ sein und trotzdem Gott nicht gefallen. Wir können an die Existenz und den Sühnetod Jesu glauben und trotzdem kein Kind Gottes sein! Unser Leben muss stimmen, nicht das Glaubensbekenntnis! Gönnen wir uns einen Fernsehabend, dann sind wir von der menschlichen Natur beherrscht. Rennen wir von Arzt zu Arzt, dann ist es mit diesem Glauben wohl nicht weit her und auch das wird Gott nicht gefallen. Wenn es uns gar noch einfällt, Gott um Hilfe bei der Ersteigung der Karrieren-Leiter zu bitten, dann haben wir die Grundsätze der Nachfolge Jesu noch bein weitem nicht erfasst. Und wenn uns Demenz und Depressionen plagen, dann sind wir nicht vom Geist Gottes, sondern von allen möglichen unreinen Geistern getrieben und beherrscht - ob wir nun eben glauben oder nicht.

Und die Lieblingssünde?

Wenn wir Gottes Kinder sind, sind wir vom Geist Gotttes getrieben. Mit andern Worten, „Wer zu Gott gehört, sündigt nicht, weil Gottes Leben in ihm ist. Deshalb kann er nicht mehr sündigen, denn er ist von Gott geboren. Daran ist erkennbar, wer ein Kind Gottes und wer ein Kind des Teufels ist. Wer nicht nach Gottes Willen handelt und seinen Nächsten nicht liebt, der gehört nicht zu Gott.“ (1.Joh. 3 9)

Wie ist das nun mit unserer Lieblingssünde? Frönen wir dieser noch in aller klammen Heimlichkeit und wähnen uns sogar noch wiedergeboren? „Aber wenn Menschen sündigen, zeigt das, dass sie zum Machtbereich des Teufels gehören, der von Anfang an gesündigt hat.“ (Vers 8)

Hier sehen wir klar, wie wichtig es ist, den Heiligungsweg zu beschreiten, welcher uns ohne Zweifel einiges abverlangt. Das Ziel dieses beschwerlichen, aber lohnenden Weges ist „ ... jeder, der diese Hoffnung hat, achtet darauf, dass er rein bleibt, so wie Christus rein ist“ (Vers 3)

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Noch immer herrscht absolute Stille – deshalb noch einmal der folgende



Aufruf:

Bitte an die Leser dieses Blogs:

Bitte gebt mir die Denominationen oder die Gemeinden bekannt, welche noch nach biblischen Grundsätzen die Heiligung lehren. Gemeinschaften, welche lehren, dass Wiedergeborene nicht mehr sündigen, welche Anleitung und Hilfe geben, das Leben nach dem Vorbild Jesu zu leben.

Wenn möglich auch Hinweise auf Webseiten und/oder Links zu Audiodateien mit entsprechenden Predigten.

Ich werde diese Angaben dann zusammenstellen und veröffentlichen.

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Jesus segne Dich!





Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.