Mittwoch, 17. April 2013

Materie und Geist - untrennbar verbunden III




In den zwei vorangehenden Teilen haben wir gesehen, dass es keine Möglichkeit gibt, das materielle und das geistige Leben voneinander zu trennen. Ferner haben wir erkannt, was es mit dem sogenannten „Freien Willen“ auf sich hat. Ebenso ist uns bewusst geworden, dass die geistige Welt zu jederzeit, bei Tag und Nacht, unaufhörlich um und in uns ist und wir deren stetigen Einflüssen ausgesetzt sind. Und diese Erkenntnisse rufen nun nach Konsequenzen in unserer eigenen Lebensführung. Aber – was können wir denn tun, wenn wir eh diesen unsichtbaren Mächten ausgesetzt sind?

Hier kommt nun der wahre freie Wille zum Zug. Es geht um die Polarisierung von Materie und Geist, wie die Bibel uns von der ersten bis zur letzten Seite immer und immer wieder bis ins Detail erklärt, was aber die wenigsten Gläubigen so richtig begreifen wollen. Diese Polarisierung muss nun der menschliche freie Wille vornehmen und damit kann er die Geister-Welt manipulieren – genau so wie diese Geister-Welt bis anhin den Menschen manipuliert hat!

Der menschliche freie Wille entscheidet, welche Art von geistigen Wesen Zutritt zur menschlichen Sphäre haben. Von Natur aus, also ohne explizite menschliche Entscheidung hat die geistige Finsternis, der Fürst dieser Welt und seine Genossen, Zugang zur menschlichen Gedanken- und Gefühlswelt. Das bedingt durch den materiellen Leib, welcher eben aus gefangenem, gefestigtem und gerichtetem Geist besteht. Der Leib allein ist schon der stärkste Einfluss der Finsternis auf die mit ihm verbundene Seele. Von Natur aus ist somit die Seele mit der Materie sehr viel stärker verbunden als mit dem Geist (Gottes), welcher nur als unmerklich kleiner Geistfunke im Herzen existiert. Das will heissen, dass der normale Mensch von Natur aus schon zur Masterie, also zum Fleisch und damit zum Leben nach dem Fleische polarisiert ist. Somit ist es der Normalfall, dass die Seele sich zur Materie hingezogen ist und auch deren geistige Einflüsse sind somit nichts ungewöhnliches. Für dieses Leben nach dem Fleische braucht es auch keinen freien Willen.

Anders sieht es aus, wenn die Seele sich diesem Umstand bewusst ist und diesem Leben überdrüssig ist. Wenn die Seele sich „umpolen“ will, also die Polarisierung auf das rein geistige Leben setzen will, dann kann sie das durch den freien Willen tun. Aber damit sind tiefgreifende Konsequenzen verbunden.

Alles was materielle (fleischliche) Einflüsse hat, muss aus dem Leben des Nachfolgers Jesu eliminiert werden. David sagt das im Psalm 1 sehr treffend: „Wohl dem, der nicht sitzt, wo die Spötter sitzen!

Da, wo wir uns aufhalten, sind immer auch die entsprechenden geistigen (unsichtbaren) Einflüsse am Werk!

Sei das nun in der Disco,in Runden wo Witze und anderes loses Zeug erzählt wird,in weltlichen Vereinen und – allem voran – vor dem Fernseher. Wer sich diesen Einflüssen aussetzt, tut dies nach seinem eigenen freien Willen! Deshalb, wenn wir uns auf das Leben im Geiste polarisieren, dann sollten wir uns völlig klar und konsequent davon trennen. Es ist unser völlige freie Wille, uns dem Geistigen – aber diesmal dem Himmlischen – Leben zu öffnen und dessen Einflüsse auf uns einwirken zu lassen. David sagt dann im selben Psalm: „ ... sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.

Genau in diesem „Nachsinnen“ über das Gesetzt des Herrn, oder neutestamentlich ausgedrückt, nachsinnen über die Wahrheit, liegt die Lösung. Da, wo unsere Gedanken sind, da ist auch unser Herz. Und wo unser Herz ist, ist auch unsere Liebe. Wie ist es bei Dir, lieber Freund? Ist es die Lust an der Wahrheit und an einem Leben in der Wahrheit oder ist es die Lust am Fernsehen? Oder ist es sogar die Lust an beidem? Auch das ist möglich! Frage nur einen Pastor einer x-beliebigen freikirchlichen Gemeinde.

Selbstverständlich ist das nicht möglich. Man kann nicht zwei Herren dienen. Die Polarisierung schliesst immer das andere aus. Liebt man die Errungenschaften dieser Welt und der Materie, dann kann man nur verstandesmässig die Wahrheit erforschen. Liebt man aber die Wahrheit, dann ist man automatisch ein Fremdling in dieser Welt und man wird ausgegrenzt.

Wo stehst Du?

Will man den Himmlischen Einflüssen ausgesetzt und geführt sein, dann kann man das nur durch eine freie willentliche Entscheidung. Durch diese Entscheidung wird nun der vorerwähnte Geistesfunke im Herzen zum Leben erweckt und führt, bei konsequenter Lebensführung zur geistigen Wiedergeburt. Auf diesem oft mühsamen Weg wird die Seele weiter von der finsteren Seite drangsaliert und zur Sünde verführt, aber wenn die Seele dereinst diese Wiedergeburt erleben wird, dann ist sie nicht mehr zur Sünde fähig (1.Joh. 3. 9).

Der Geist Gottes wird nun an Stelle der Unterwelt Seine Geistigen Einflüsse geltend machen. Da die Seele frei willentlich sich dem Geiste Gottes unterstellt, so fliessen die Gednken Gottes nun plötzlich in die Gedanken des menschlichen Herzens ein und die Seele glaubt nun weiterhin, dass alle diese Gedanken ihre eigenen Gedanken sind. Je mehr dann die geistige Sehe geöffnet wird, desto mehr wird die Seele gewahren, in wieweit (und nur!) es der Geist Gottes ist, welcher Gutes bewirken kann. So wird es der Seele immer klarer, dass das materielle Leben auf dieser Erde immer auch ein Geistiges Leben ist.

Übung 1

Wenn David empfiehlt, über dem Gesetze Gottes Tag und Nachtg nachzusinnen, so heisst das natürlich nicht, dass man Tag und Nacht die Bibel lesen soll. Vielmehr sagt er damit, dass man Tag und Nacht Gott, also Jesus Christus, vor Augen halten soll, dass alle Gedanken und alles Sinnen nur auf Ihn gerichtet ist.

Wir können und sollen unsere Seele auf genau das sensibilisieren. Und das können wir üben – und sollen es auch tun: Tag und Nacht! Achten wir auf alles, was uns den ganzen Tag über widerfährt und seien wir uns immer bewusst, dass alle Situstionen in unserem Familien-, Arbeits- und gesellschaftlichen Leben eine einzige Führung Gottes ist. Seien wir uns bewusst, dass alles, was wir Gutes tun, letztlich nicht aus uns, sondern allein aus Gott und Seinem Einfluss auf uns, kommt.

Übung 2

Bleiben wir im stetigen Zwiegespräch mit Gott, das heisst mit Christus in unserem Herzen (Jesus Christus ist der Geist Gottes in unserem Herzen!). Stellen wir Ihm alle unsere Fragen, ob geistlicher oder auch weltlicher Natur. Ja, auch technische Frage dürfen wir Ihm stellen.

Achten wir nun darauf, wie Er antwortet. Achten wir drauf, welche Gedanken jetzt in uns aufkommen und wir werden uns damit dem reichen Himmlischen Innenleben in unserem Herzen bewusst. Wenn dies einmal angefangen hat, dann bekommen wir langsam eine ehrfurchtsvolle Ahnung, was und wie die viel besungene Seligkeit sein wird! Das Zwiegespräch mit Christus sollte nun so intensiv sein, dass stets eine Frage „unterwegs“ ist. Glaub nur, Er wird nicht müde, Dir zu antworten! Ich kann Dir bezeugen, es ist noch nie vorgekommen, dass Er mir eine Frage nicht beantwortet hätte!

Diese beiden Uebungen sind natürlich nicht auf einen Tag beschränkt. Vielmehr soll man sich diese Weise angewöhnen, denn dies ist das von Paulus oft angesprochene „Leben im Geiste“. Selbstverständlich kann man dieses Geistleben sofort wieder ersticken, wenn man sich der weltlichen Liebe hinwendet. Der Geist Gottes ist sehr sensibel und er verträgt es nicht, wenn weltliche Interessen Sein Wirken stören. Der Göttliche Geist zieht sich sofort wieder zurück.



Jesus segne Dich!