Mittwoch, 3. September 2014

Die Sensibilität der Seele


Wir kommen noch einmal auf den Palm 1 zuück. Dabei wollen wir den Unterschied zu erkennen und zu verstehen suchen, was denn eigentlich beim Sünder, beim Spötter und beim Gottlosen so anders ist als bei demjenigen, welcher „Tag und Nacht über das Gesetz (das Wort, die Erkenntnis) des Herrn sinnt“. Wir wollen wissen, weshalb bei Letzterem der (Lebens-) Baum gute Früchte bringt, bei den Ersteren aber der Weg in die Sackgasse führt, beziehungsweise ins Verderben.


Diesen Unterschied bemerken wir nur in der Seele. Der Leib ist derselbe und macht vordergründig vom Gottlosen und Gottesfürchtigen keinen wesentlichen Unterschied. (Im Grunde gibt es sehr wohl einen Unterschied, aber das ist nun nicht unser Thema, der Aufsatz „Der Auferstehungsleib“ geht tiefer auf dieses Thema ein). Der Geist ist ebenfalls der Selbe, Er  ist ja der Geist Gottes und macht ebenfall keinen Unterschied, wenn wir mal von der Grösse Dessen im  Herzen absehen.
Um das Wesen der Seele einigermassen zu verstehen, können wir uns folgendes vorstellen. Die Materie besteht aus unterschiedlichen Dichtegraden. Ein Stein oder ein Metallstück hat eine grosse Dichte, was besagt, dass die Atome, bzw. die Moleküle näher beisammen sind. Je dichter ein Material ist, desto schwerer ist es und man nennt dies das spezifische Gewicht. Flüssigkeiten, ein zweiter sog. Aggretatszusstand, hat eine kleinere Dichte, was besagt, dass Wasser z.B. kein fester Gegensstand mehr ist. Genauso ist es beim Dritten, den Gasen. Die Dichte der Gase ist noch kleiner, d.h., die Moleküle sind noch weiter voeinander entfernt, das Material ist noch leichter als die Flüssigkeiten. Ja, die Dichte hat derart abgenommen, dass diese Stoffe nicht mehr sichtbar und etliche auch nicht riechbar sind. Beide, das hochgiftige Kohlenmonoxyd und das lebenspendende Kohlendioxyd kann man weder sehen noch riechen.

Dieser geschilderte physikalische Sachverhalt ist allgemein bekannt. Doch wie ist es bei der Seele? Die Seele ist ja nicht materiell, sondern geistig, wie der Heilige Geist auch! Nun, bei der Seele ist es genau gleich. Auch die Seelen, wie alles Geistige, bestehen aus Atomen und Moleküle. Nur sind diese Atome und deren Verbindungen von ganz anderer Beschaffenheit als bei der Materie. Wir sprechen hier von Licht-Atomen, wie Seher das schon früher erwähnt haben und die Quanten-Physik das heute bestätigt. Das ist also nichts grundlegend Neues.

Was aber sehr erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass  im Geistigen Reich diese Licht-Atome und Moleküle ebenfalls verschiedene Dichte haben. Also sozusagen ebenfalls verschiedene Aggretatzustände! Dabei gibt es Seelen und Geister, welch eher eine dichtere  Struktur   ihrer Beschaffenheit haben und daher „schwerer“ sind als andere. Diese grose Dichte kann sich beinahe der Dichte der Materie annähern! Seele und Leib cheinen sich dadurch faast zu verschmelzen. Das sieht man dari, wenn Mensschen nicht mehr zwischen Leib und Seele untersscheiden können.
Nur so nebenbei bemerkt: Die eben erwähnten Lichtatome sind um ein Mehrfaches kleiner als  materielle Atome. Genau genommen ist ein einziges materielles Atom nichts anderes als eine riesige Anhäufung von Licht-Atomen. Somit ist es nicht falsch, wenn man sagt, dass letztendlich die Materie nichts anderes als Geist ist! Gefestigter und gerichterer Geist. Aber lassen wir das für jetzt und kehren wir zurück zur Beschaffenheit der Seele.

Seelen von Verstorbenen, welche eine dichtere Beschaffenheit haben, können weniger dichte Seelen, also reinere Seelen, nicht sehen – umgekehrt aber schon. Das heissst, reinere Geister, himmlische Engel können sich unter unreinen Geistern unerkannt bewegen, genau so wie geistige (verstorbene) Seelen sich unerkannt bei den lebenden Menschen aufhalten können. Eine Seele verliert seine Dichte je mehr sie vom Licht durchdrungen wird. Aber verwechseln wir dieses Geistige Licht nicht mit dem materiellen Licht, das Geistige Licht geht von Gott (der Geistigen Sonne) aus. Jemehr sich eine Seele von dieser Geistigen Sonne, also von Gott abwendet, destomehr nimmt auch ihre Dichte – und damit die Fisternis - zu!

Und so haben wir auch schon die Erklärung, weshalb die Gottlosen und die Gottesfürchtigten andere Himmlische Örter für ihren Aufenthaltsort auswählen werden. Sie werden sich dort wohlfühlen, wo das Geistige Licht ihrer Seelenbeschaffenheit, eben ihrer Dichte, entspricht.

Diese Erklärung und das Verstehen ist relativ einfach und nachvollziehbar. Was aber vielleicht ein wenig schwieriger ist, sind die Kosequenzen daraus zu ermessen.

Ob unsere Seele eine grössere oder eine kleinere Dichte hat, liegt ganz in unseren Händen. Je mehr eine Seele zur Materie neigt, desto grösser ist die Dichte und je mehr sie auf das Himmlische Licht (Gott, die Wahrheit) orientiert ist, desto kleiner ist diese Dichte und damit leichter ist die Seele.
Materielle Seelen sind erdgebunden und können auch nach dem Tod die Erde noch lange nicht verlassen und tummeln sich entweder an der Grabstätte oder an jenen Orten herum, wo sie sich zu Lebzeiten gerne aufhielten. Um Süchte zu befriedigen, welches ihnen  mangels des Leibes natürlich nicht mehr gelingt,  suchen sie eine Mitbewohnerschaft bei lebeneden Menschen, welche denselben Süchten und Leidenschaften ergeben sind.

Vergeistigte Seelen, welche leichter sind, suchen die lichteren Gefilde und wollen mit dem endlich abgelegten Erdenleben nichts mehr zu tun haben. Hier geht es um Licht und Finsternis. Seelen, welche vom Licht durchdrungen sind, freuen sich, wenn ihre Taten, ihre Wort und ihre Gedanken zu Lebzeiten von anderen gesehen werden, weil sie in der Wahrheit lebten. Seelen aber, welche zu Lebzeiten eher der Finsternis zugeneigt waren, also materielle Seelen, scheuen das Licht, weil nun alle ihre Taten, ihre Worte und vor allem auch ihre Gedanken ebenfalls von anderen gesehen werden können. Dieses Geistige Licht, welches alles an die „Öffentlichkeit“ bringt, ist die Hölle und der Zorn Gottes.

Wir haben es in unserer Hand

Ob wir nun eine festere oder eine leichtere Seele haben, liegt nicht an der Gnade und nicht am Willen Gottes. Es liegt ausschliesslich in unserer Hand. Das sagt uns der Psalm 1! „Wohl dem, der nicht wandelt im Rate der Gottlosen, noch sitzt, wo die Spötter sitzen ...“.
Die Gottlosen leben ohne Geistiges Licht. Das heisst, sie leben in der Finsternis und diese Seele fahren ganz auf die Materie ab. Für sie ist der Mensch Mensch, einen Unterschied von Leib, Seele und Geist gibt es für sie nicht. Wenn dieser Mensch stirbt, so sagen sie, dann ist es aus. Ein Weiterleben sei nicht möglich.
Die Gottesfürchtigen fliehen alles, was nach Finsternis aussieht, sie wollen nur Licht, Licht und noch mehr Licht. Für sie ist nicht der Beruf, sondern Gott, das Leben. Sie befassen sich mit der Materie und dem Vergänglichen nur insofern, wie es dem Überleben des Leibes nötig erscheint. Das sind die beiden Extreme, von denen ich schon im letzten Aufsatz geschrieben habe. Nun gibt es aber noch die dritte Art von Menschen, welche eben nicht extrem sind. Sie glauben an Gott, haben also ein gewisses Licht und lieben aber auch – oder noch mehr! - die Materie, ihre Bequemlichkeit, das heisst, ihren Leib. Sie haben also neben dem Licht auch die Finsternis. Sie lieben das Licht, lieben aber auch die Finsternis. Sie lieben damit das (ewige) Leben, gleichzeitig lieben sie aber auch den Tod! Wie das geht, ist eigentlich unerklärbar – und trotzdem ist es so!

Wenn das Herz eine Liebe zum Wort Gottes hat und beginnt zu beten, zu vertrauen und ringt nach neuer Erkenntnis, dann wird die Seele leichter. Das heisst, die Dichte nimmt ab. Es kann sein, dass eine neue Erkenntnis tatsächlich ins Herz und ins Bewusstsein kommt und die Seele freut sich ausserordentlich, weil sie vom Licht durchflutet wird. Nun aber schaut dieser Mensch in seinem herrlichen Gemütszustand auf die Uhr und stellt fest, dass in wenigen Minuten die Tagesschau beginnt. Er klappt die Bibel zu und behändigt die Fernbedienung. Was passiert nun in und mit seiner Seele? Im Nu, noch bevor der Tagesschausprecher sein Publikum begrüsst, ist besagte Seele bereits wieder dichter geworden, die eben erlebte Freude verfliegt und das Licht (der Geist Gottes) zieht sich zurück.

Nach der Tagesschau stellt dieser Bruder fest, dass diese vorige Freude und dieser erhabene Gemütszustand nicht mehr so schnell zurückkommt. Die Finsternis macht sich wieder breit und es braucht lange Zeit, bis er wieder „im Geist“ ist. Ist es dann eines Tages wieder soweit, dann stellt ihm die Sendung „Sport am Wochende“ wieder das Bein und er verliert abermals den Hauch der Gottseligkeit. So geht das jahraus, jahrein und er kommt in seinem Glaubensleben keinen Schritt weiter. Licht und Finsternis, Leben und Tod wechseln sich gegenseitig ab . Eben: so ganz nach Martin Luther: Sünder und Gerechte gleichzeitig. Was bleibt am Ende? Sicher nicht das Licht und nicht das Leben!

Jede Betätigung mit der Materie, mit dem Vergänglichen, jegliches loses Geschwätz wie Klatsch oder die Unterhaltung mit Witze, alle Gedanken, welche nicht auf Gott gerichtet sind, alle erdenklichen Sorgen und alles Negative, das wir hören oder selbst erzählen, machen die Seele umgehend wieder schwerer und dichter. Deshalb meiden wir konsequent  solche Gedanken, dass sich nicht der Tod , die Materie und die Finsternis im Herzen einnisten kann. Es braucht zehnmal mehr Zeit, all dieses aus dem Herzen wieder rauszuschaffen, es bleibt sitzen! Das Licht aber flieht schnell, sehr schnell, wenn die Seele schlechten und materiellen Gedanken nachhängt!

Deshalb der Rat Davids: „Wohl dem ... der Tag und Nacht nachsinnt über das Gesetz (Wort, Erkenntnis) des Herrn ...“

Jesus segne Dich!