Mittwoch, 29. Mai 2019

#18 Die Bergpredigt - Vom Schätzesammeln


Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass das “Letzte Hemd keine Taschen hat”. Ja, materiell gesehen ist das so, man kann den aufgehäuften Erbteil nicht mit “hinüber” nehmen – sollte man meinen. Doch stimmt das? Ist das wirklich so? Hat das Letzte Hemd in der Tat keine Taschen?

Jesus belehrt uns in der Bergpredigt eines Besseren. Er sagt, dass das Letzte Hemd sehr wohl Taschen hat – und sogar noch sehr grosse!


Das Kapital, das wir hier auf Erden erschaffen haben, müssen wir auf die andere Seite mitnehmen, nur in einer anderen Währung. Sobald wir an die Grenze vom Diesseits ins Jenseits kommen, wird unser Kapital in der Himmlischen Wechselstube gewechselt. War im Diesseits das Konto mit allen Assets auf einer Bank, so wird dieses Vermögen in der Wechselstube in Dein Herz gewechselt. Ja eigentlich hattest Du es sogar zweimal angelegt, einmal auf der Bank und zum Zweiten bereits schon im Diesseits in Dein Herz, das Du nun mit hinüber nimmst. Das Letzt Hemd ist Dein Herz.

Dieses Faktum ist für alle Menschen gleich – ohne Unterschied. Die einzige Frage besteht nur darin, woraus dieses Kapital besteht.

Ist dieses Kapital Dein Asset auf der Bank, so schlägt es sich als Liebe zum Vergänglichen in Deinem Herzen nieder. Ist dieses Kapital aber etwa Macht, dann steht es in Deinem Herzen als mächtiges Ego zu Buche. Ist jedoch Dein Kapital das von Gott einst geliehene Pfund und Du hast es in Liebeswerke umgewandelt, dann hast Du das wahre Leben gewonnen, das nun in Deinem Herzen das Himmlische Vermögen darstellt.

Das Kapital im Diesseits ist immer die Liebe. Sei es die Liebe zum Vergänglichen oder die Liebe zum Ewigen. Diese Liebe nimmst Du im Herzen mit ins Jenseits.

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen, und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen, und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein (Math. 6. 19)

So. Nun wollen wir uns mal überlegen, was denn so eigentlich der Unterschied von vergänglichen und materiellen Schätzen ist zu den geistigen Schätzen, welche keine Vergänglichkeit aufweisen. Wir wollen aber auch wissen, welche Auswirkungen dieser Unterschied auf das Leben hier im Diesseits und vielmehr dann im Jenseits hat.

Wenn ein Mensch materielle Schätze sammeln will, dann sind es ersteinmal die Gedanken, welche sich darauf ausrichten. Hat er schon Schätze gesammelt, dann sind seine Gedanken umsomehr darauf ausgerichtet, das Vermögen gewinnbringend zu verwalten und zu vermehren.

Was passiert nun geistig gesehen mit einem solchen Menschen? Wenn dieser Geldvermehrer sich also vorstellt, wie er hundert Hunderter in seiner linken und weitere hundert Hunderter in seiner rechten Hand hält, dann macht sein Gemüt einen Luftsprung. Seine Fantasie wird angenehm angeregt und seine Seele -- ? Seine Seele wird mit dem vermeintlichen Fühlen des besagten Geldes etwas grobstofflicher. Es lehnt sich von selbst der Beschaffenheit der Materie an. Gleichzeitig wird auch die Verbindung, die ja durch die Nerven geschieht, mit dem Fleischleib stärker, denn der Fleischleib, sprich die Hände, sollen und werden auch dieses Fantasiegeld einst berühren. Die Verbindung der Seele mit dem materiellen Leib wird im Normalfall, also bei Weltmenschen, täglich gefördert und gestärkt. Nicht nur mit Geld, sondern mit allem, was der Mensch gerne in den Händen hält, gerne sieht, gerne hört, gerne schmeckt und gerne riecht.

Diese Verbindung von Seele und Leib beginnt schon im Kinderwagen. Rasseln, Oball, Musikwürfel, Pekip-Ringe und was weiss ich was es noch alles gibt. All das dient dazu, sofort nach der Geburt die Seele mit dem Leib zu verbinden. Wenn Eltern wüssten, was sie ihren Kindern damit antun!

Also, diese Verbindung der Seele mit dem Leib hat seine grösste Auswirkung in der Stunde, wenn der Leib von der Seele getrennt werden muss. Es dürfte wohl jedem klar sein, dass je fester eine Verbindung ist, desto schwerer sie zu lösen ist.

Geld, Vermögen, Besitz – das sind die grössten und stärksten Feinde für die Seele, vor allem eben dann, wenn die Liebe zum Geld das Gemüt bewegt. Solche Seelen werden beinahe grobstofflich und nach dem Leibesablegen befinden sie sich noch lange, sehr lange auf dieser Erde. Also sogenannte erdgebundene Seelen, weil ihre Seelenbeschaffenheit viel zu dicht ist, als dass sie in Himmlische Gefilde aufsteigen könnten. Über die grossen Schwierigkeiten dieses Loslösungsprozesses beim Sterben in Bezug auf die Kremation, habe ich andernorts schon sehr detailliert hingewiesen und möchte heute darüber hinweggehen.

Ganz anders ist es bei den Seelen, die sich Schätze im Himmel sammeln. Solche Schätze sind die guten Werke, wie sie uns von der Bergpredigt her bekannt sind.

Mit der Seele geschieht hier das pure Gegenteil dessen, der materielle Schätze sammelt.
Ist die Seele darauf bedacht, gute Werke derart zu tun, dass die Rechte nicht weiss, was die Linke tut, dann verbindet sie sich mit dem Freuden- oder Glücksgefühl desjenigen, dem das gute Werke gilt. Der Effekt dessen ist, dass die Seele noch feinstofflicher wird, weil das Gemüt auf eine ganz andere Art angeregt wird und in einer höheren Frequenz schwingt, wenn man das einmal so sagen will.
Ist die Seele gewohnheitsbedingt auf solche guten Werke ausgerichtet, dann wird sie immer mehr feinstofflich und die Verbindung mit dem Fleischleib durch die Nerven besteht nur noch in einem absolut notwendigem Masse. Im Falle des Ablegens des Leibes, geschieht dann das, was Jesus gesagt hat:

Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie des Menschen Sohn haben kommen sehen in seinem Reich! ” (Matth. 16. 28)

Dieses den “Tod nicht schmecken” heisst nichts anderes, als dass der Übergang ins Jenseits ein friedlicher und unmerklicher ist. Also ohne Schmerzen, denn die Seele muss nicht vom Fleischleib weggerissen werden. Auf diese Weise kommt die Seele auch gänzlich unversehrt im Jenseits an.

Und so, meine lieben Freunde, möchte ich euch ein paar Zeilen aus einer Schriftvon J. L. zitieren


"Daher seid alle hier bestrebsam, und lasset euch nicht blenden von den Schätzen dieser Welt, die da vergehen werden wie die jetzige Materieform dieser ganzen dem Fleischauge sichtbaren Schöpfung; sammelt euch aber dafür desto mehr der geistigen Schätze, die für die ganze Ewigkeit dauern werden! Seid kluge Wirte und Haushälter im Hause eures Herzens; je mehr der Geistesschätze ihr durch allerlei gute Werke darin aufspeichern werdet, desto besser wird es euch drüben ergehen! Wer aber hier karget und filzet, der wird sich's dereinst nur selbst zuzuschreiben haben, wenn er seine Herzensvorratskammern nahezu völlig leer antreffen wird.
Hier ist's leicht sammeln; denn hier wird alles, was jemand tut im guten Willen aus Liebe zu Gott und zum Nächsten, als barstes und reinstes Gold angenommen; jenseits aber wird er alles mit dem reinsten Golde der inneren und pursten Selbsttätigkeit aus sich selbst und in sich selbst erwerben und bezahlen müssen. Und das, Meine Freunde, geht in jenem Reiche etwas schwer, wo es keine äußeren Gold- und Silberbergwerke gibt!"


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Zur Erinnerung für alle jene, die sich in den Strängen einer Evangelischen Kirche verfangen haben:

Die sechs Kernpunkte des VOLLEN Evangeliums

  1. Konsequente Um- und Abkehr von der Sünde
    wissen wir doch, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so daß wir der Sünde nicht mehr dienen 
  2. Vergebung an alle ohne Ausnahme
    Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigen
  3. Heiligung und Abödung der Welt mit allen ihren Genüssen
    “So suchet was des Herrn Wille ist … das ist der Wille Gottes, eure Heiligung … ohne die niemand den Herrn sehen wird, … denn wer die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters”
  4. Das persönliche Kreuz dankbar auf sich nehmen
    Wer das Kreuz nicht auf sich nimmt, ist Meiner nicht wert
  5. bis zur Krönung mit der vollen Wiedergeburt durch den Geist
    “wer die Sünde tut ist vom Teufel … Keiner, der aus Gott geboren ist, tut Sünde; denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist
  6. Die stetige Verbindung mit dem Himmlischen Vater
    “Meine Schafe hören meine Stimme … denn die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand lehre; sondern so, wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge, und wie sie euch belehrt hat, so bleibet darin!”

Nur wer diese Punkte im Alltag umsetzt, erweckt seinen eigenen Geist. Demzufolge ist auch nur derjenige in der Lage, "im Geist zu wandeln", der erweckten Geistes ist!


Werden diese sechs Punkte nicht gepredigt, liegt man ausserhalb der Wahrheit und man wird in eine illusionäre Traumwelt gelockt. Sehet zu, dass euch niemand verführe !

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