Der Weg vom Chaos zur Ordnung, oder vom Schatten zum Licht.
Fangen wir diese im Untertitel vielversprechende Meditation mit einer Frage über uns selbst an:
Aus welchem tiefen Grund sieht der Mensch in diesem Leben überall Chaos und steht so oft am Rande der Verzweiflung, die ihn dazu treibt jeden Schritt den er macht mit allen möglichen Mitteln abzusichern, sich übermäßig mit seinem Schicksal herumzuquälen, sich dabei alle möglichen Aberglauben zu eigen macht, ja sogar die Anwendung von Gewalt gegen andere rechtfertigt? Falls diese Frage uns übertrieben vorkommt, beachten wir dazu kurz ein paar Statistiken aus der EU: Insgesamt, als Mittelwert aller Untersuchungen in 2024/2025, leben etwa 50-60% der EU-Bevölkerung mit spürbaren Ängsten vor Katastrophen und Gesundheitsrisiken. Rund 84 Millionen Menschen in der EU leiden unter mentalen Gesundheitsproblemen, oft verstärkt durch Ängste vor Krisen.
Das führt uns zur zweiten, wichtigen Frage für unsere Überlegung: Ist alles was Chaos und Zerstörung bedeutet ein grundlegender Bestandteil unseres Wesens/Lebens? Könnte es anders sein, wenn nicht die Umstände des Lebens, so wohl unsere Empfindungen? Wieso fällt es der Menschheit generell so schwer in voller Zuversicht und Frieden zu leben, was ihre Existenz und Zukunft betrifft?
Um solchen Fragen eine Antwort zu geben in dieser sehr kurz gefassten Überlegung, wollen wir den Schatten des Chaos, der uns täglich verfolgt, identifizieren und dann versuchen, im reinen Vertrauen zu Gott und Seinem Heilsplan, die Angst vor katastrophalen Ereignissen in unserem Leben, sei es auf persönlicher oder auf globaler Ebene (Gesellschaft / Natur), zu überwinden. Dazu wollen wir unsere Gedanken zum Geist Gottes richten, als schützende Kraft, die in weiser Ordnung dem Leben einen von Liebe umfassten Zweck gegeben hat.
Wir werden einen kurzen aber tiefen geistigen Ausflug bis zum Anfang unseres Daseins machen. Dafür müssen wir uns die Schöpfung des Weltalls anschauen, aus was es gemacht ist und dabei den Ursprung und Zweck der Materie erfassen, einen heiligen Zweck den der Schöpfer in jedes Atom des Universums gelegt hat. So, durch das rechte Verständnis des Zwecks der Schöpfung, befähigen wir uns, nicht länger in allem nur Chaos und Tod zu sehen, sondern Ordnung und Leben, ein unzerstörbares Leben unter göttlichem Schutz aus der Liebe des Herrn. Wir wollen uns, durch diese Gedanken, ermöglichen, hier einen entscheidenden Schritt vom Schatten, der uns bedrückt, zum Licht zu machen, das uns befreit. Schauen wir also, in geistiger Ansicht, auf die Schöpfung:
Gott hat das Weltall nicht aus dem Nichts erschaffen, sondern aus einem geistigen Substrat, das wir Urstoff oder ganz einfach Stoff nennen können, welcher sich von der Materie, die wir als Elemente kennen, als etwas Formloses, ohne jegliche Struktur unterscheidet und dabei unsichtbar ist. Die uns heute bekannte Materie werden wir somit als Produkt von jenem Stoff, dank der Schöpfung, als geordnete Elemente annehmen (Periodensystem). Doch, woher nahm Gott diesen Urstoff, bzw. wie ist er erstanden? Diese Frage führt uns zum Anfang.
Ein Blick in das Evangelium, Johannes 1.
Vor der Schöpfung des materiellen, sichtbaren Universums gab es eine rein geistige Schöpfung aus den Gedanken der Gottheit, die in Johannes 1 als das Wort das am Anfang war, beschrieben wird. Das Wort war der grosse Schöpfungsgedanke Gottes, ausgedrückt in rein geistige Wesen, unzählig viele, von denen jedoch ein Teil, in der Sphäre eines Geistes den wir Luzifer oder Lichtträger nennen (Joh.1.4 in ihm -dem Wort- war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen) ihre göttliche Herkunft nicht anerkannten, Gott und Sein Licht verleugnend, wie es bei Joh. 1.5 geschrieben steht als Und das Licht leuchtet in der Finsternis / und die Finsternis hat es nicht erfasst. - Nun steht dort zwar „Menschen” und nicht „Geister”, aber wir können Menschen durch Geister ersetzen indem wir uns in jenen Wesen wieder erkennen, die vor dem materiellen Universum geschaffen wurden. Heute wie damals in jener fernen Zeit wollen wir das Licht Gottes in uns immer noch nicht erkennen. Johannes 1 beschränkt sich nicht auf das materielle Universum, sondern bezieht sich auf die ganze Schöpfung als etwas Einheitliches, wo Geist und Materie Strecken des Weges sind auf dem wir uns befinden als Kinder Gottes. Weiter unten werden wir diese Idee illustrieren.
Was bei Joh. 1.5 geschrieben steht -und die Finsternis erkannte das Licht nicht- hat u.a. mit einem Sündenfall zu tun, der vor ewig langer Zeit geschah, in der geistigen Schöpfung. Der Schatten dieses Falles verfolgt uns immer noch, als Schatten unseres Todes im Leib. Was wir den ersten Sündenfall nennen ist die freie Entscheidung unzähliger geistigen Wesen, Geister der Urschöpfung, einem Führer zu folgen (Luzifer) der sich von Gott trennen wollte, um selbst Herrscher zu sein, in seiner eigenen Ordnung. Diese Trennung ist als Liebesentzug zu verstehen. Da Liebe nur durch gegenseitige Strömung zur Erfüllung bringen kann, weil der Liebende durch die vom Geliebten ihm geschenkte Liebe wahrhaftig lebt, musste bei jenem Entzug der Liebe seitens Luzifer gegen Gott, einer der beiden verlieren, und dieser war sicher nicht Gott, den Gott ist der Urgeist und wie bei Johannes 1 steht, das Wort, das Licht und das Leben selbst. Gott ist Der der Er ist, das Sein in Sich, unabhängig von allem, sonst wäre er nicht Gott, also das Urwesen. Jegliches Geschöpf aber, sei es noch so mächtig, lebt durch die gegenseitige Liebe zum Urwesen, Gott.
Das Licht des Lebens, also Gott, nicht erkennen, führte jene Geister in einen lichtlosen Zustand, was einem leblosen Zustand gleichkam. Dieser Zustand ohne Licht, also ohne das Leben aus Gott, kann als Fall beschrieben werden. Und so kommen wir zum Urstoff und zum Punkt an dem Gott die Verbindung der Liebe zu den gefallenen Rebellen erneut herstellen wird, in einer materiellen Schöpfung. Man könnte sich fragen wieso Gott sich diese Mühe genommen hat für die Abtrünnigen, die ihn doch nicht liebten und Er andererseits zahllose Scharen Engelsgeister treu an Seiner Seite hatte.
Doch Gott hat das Weltall geschaffen, zur Rettung der leblosen Geschöpfe, weil er erstens die reine Liebe ist. Liebe ist eine Anziehungskraft, und Gott, der ganz Liebe ist, kann nichts, was durch seine Liebe geschaffen wurde, von sich trennen, wirklich trennen, womit wir zu dem zweiten Punkt gelangen, dass Gott alles ist; dass nichts was einmal aus Gott geschaffen wurde zerstört werden kann, denn dann würde Er einen Teil von Sich selbst vernichten, was rein unmöglich ist, den Gott IST; Er ist das Sein, was niemals nicht sein kann. Darum ist Gott - Christus auch immer der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh. 14.6). So ist Gott auch der Weg zum Leben durch die materielle Schöpfung und die Materie ist der Boden auf dem Er schreitet, bzw. auf dem Er uns zum Leben ruft, welches wohl ein Leben sein wird in dem der Geist des Menschen mit seiner Seele die materielle Ebene überwinden muss, weil sie kein endgültiger Standplatz ist für uns, sondern lediglich eine Brücke. Wer das erfasst, erfasst auch das Licht Gottes und befreit sich von der Finsternis in der er sich unter Ängsten befand. So hätten wir schon auf unsere Frage geantwortet. Es lohnt sich aber unsere Gedanken ein wenig weiter streifen zu lassen auf diesem Weg zum wahren Leben.
Die Materie ist also eine Brücke, die sich durch Gottes Willen über den Abgrund der Trennung der Seele von Gott zu Seinem Reich erstreckt, ein monumentales Werk, das nur Er, der das Wort und das Licht des Lebens ist, schaffen kann; ein Werk, das den Urstoff in Materie verwandelt, die für ein neues Leben jenseits dieser Materie nützlich ist, die, eines noch fernen Tages, ihre Funktion erfüllt haben wird als Träger von geistigem Leben. Das folgende Bild soll diese Idee illustrieren.
Der Urfall der Geister bildete den Urstoff des Universums, nämlich durch eine vollkommene Zerstreuung bis in die kleinsten Teile, jener Wesen die am Anfang geschaffen wurden. Diese kleinsten Teile können noch nicht Materie genannt werden, sondern Stoff, der die ersten Zentralsonnen und durch diese die restlichen planetaren Sonnensysteme gebildet hat und immer noch bildet, und der heute noch im Äther unsichtbar überall verteilt zwischen den materiellen Welten schwebt. Er erscheint, durch Verdichtung, als Nebel (Nebulae) im Weltraum, bildet Sonnen und Planeten aus protoplanetaren Wolken und fällt auch auf schon lange geschaffene und für das Leben reife Welten bzw. wird vom Licht der Sonnen dorthin befördert, um sich dem Weg der Materie und ihrer durch chemische und atomare Verbindungen geschaffenen Lebensformen anzuschliessen.
Vom Urstoff ausgehend, dank der Schwingung des Wortes aus Gott und in Gott, bilden die Lebensbrücke Atome die sich zu Molekülen verbinden, Moleküle in weiteren Verbindungen als Lebensformen erscheinen die die Pflanzen und Tierwelt darstellen. Den Schluss der Brücke, der sich mit dem Reich Gottes verbindet, den bildet der Mensch selbst, der, wenn er den letzten Schritt hin zum wahren Leben im reinen Geist machen will, sich ganz von der Materie, die ihn bis zu diesem Leben das wir kennen gebracht hat, befreien muss, indem er das Licht Gottes in sich erkennt, also ein aus Gott und nicht aus dem Blut und dem Willen des Fleisches Geborener (Joh.1.12-13).
So mancher der das hier liest, könnte sich fragen ob die Wissenschaft mit dieser Behauptung über einen Urstoff etwas anfangen kann, also in ihren Werken Konzepte finden kann die sich mit dem Urstoff vergleichen, als etwas zweifellos Mysteriöses. Welche Kandidaten aus den wissenschaftlichen Erforschungen könnten diesem hier besagten Urstoff also entsprechen? Um dieser Frage entgegenzukommen, fällt mir etwas Schattiges ein: Nach unserem heutigen wissenschaftlichen Standpunkt, bietet uns die Astrophysik und die Mathematik für den Urstoff die dunkle Materie und die dunkle Energie an.
Das wird nicht von der Wissenschaft behauptet, sondern das sagen wir hier. Diesen Vergleich wollen wir aber hier nur auf den Tisch legen, für zukünftige Beobachtungen, weil es sich um eine noch nicht beweisbare Intuition handelt, die aber die Sache über die sichtbaren und unsichtbaren Bestandteile des Universum mit Sicherheit interessanter macht, deren Wesen und Ursprung noch keine Erklärung seitens der Wissenschaft bekommen hat. Diese Intuition findet eine fast sichtbare Spur, wenn wir uns zur Quantenphysik richten. Urstoff und Quantenfelder deuten gleichermassen auf einen unsichtbaren Hintergrund der Erschaffung von Materie. Eine sehr kurze Beschreibung von Quantenfeldern wäre: Ein Quantenfeld ist ein unsichtbares, das gesamte Universum durchdringendes Feld, dessen quantisierte Schwingungen oder Anregungen als Elementarteilchen (wie Elektronen oder Photonen) wahrgenommen werden. Zusammenfassend sind Quantenfelder die fundamentalen Bausteine des Universums, die sowohl Materie als auch Kräfte beschreiben, indem sie als Träger und Erzeuger von Teilchen fungieren.
Was die Quantenphysik noch nicht offen bestätigt, wohl ahnt, ist die Wirkung des Geist Gottes, den wir ja hier, um unser Vertrauen zum Leben zu stärken, als die allein agierende Kraft erfassen wollen, wie bei Joh 1.4 geschrieben steht. Wenn wir nun die Begriffe ‘Schwingung’ und ‘Anregung’ mit dem Wort Gottes vergleichen, ist eine Verbindung der Wissenschaft mit der reinen Religion möglich. In dieser Verbindung unterstützen und bereichern sich Glauben und Wissen gegenseitig. Dabei erklärt der Glaube, der sich im der spirituellen Ebene bewegt, den Ursprung von dem was das Wissen erforscht, aber nicht dessen Herkunft und wahres Wesen beweisen kann, eben weil es rein geistig ist.
Der Urfall, das ist uns nun deutlicher, indem wir Glauben und Wissen versöhnen, hat also zum Urstoff geführt. Wir können diesen Urstoff, weil unsichtbar, als Quantenfeld erkennen, das für uns etwas ist, also keine Leere aus der Materie entspringt, denn aus nichts kann nichts kommen. Gott schafft aus Sich selbst, also aus dem Sein. Wir wollen auch offen bleiben für eine mögliche Beziehung zwischen Quantenfeldern und der dunklen Materie/Energie. Die Zukunft wir uns zeigen ob eine Verbindung zwischen beiden Konzepten besteht oder nicht. Wir können aber, zu unserem geistigen Gedankengang, den Urstoff problemlos weiter benutzen um den Schritt vom Chaos zur Ordnung, ja vom Schatten zum Licht zu begreifen und den Heilsplan Gottes in der Schöpfung zu erkennen.
Damit dieser Urstoff, bis ins Unendliche aufgelöst und zerteilt durch die Trennung in der Liebe von Gott, und der ja im Grunde Geister unter dem Gericht Gottes sind, jene Ur-Wesen aus welchen er besteht neu bilden kann, kommt die göttliche Schöpfung ins Spiel, die mit einer Schwingung, was wir das Wort in Gott nennen, eine allgemeine Regung oder Gedanken in den Urstoff legt, damit stufenweise Elemente entstehen die Formen bilden, die das Geistige in stets grösser Freiheit und Bewusstsein ausdrücken können. Der Urstoff bildet das Substrat, ein geistig-materielles, strukturloses Substrat, Teilchen die noch unsichtbar den Raum füllen, weil sie im höchsten Grade zerstreute geistige Potenzen sind, Intelligenz ohne Ordnung, Einheit oder Macht zur Organisation. Das ist was wir Tod nennen und was uns so beängstigt, die Ohnmacht und Bewusstlosigkeit. Die Schöpfung Gottes bahnt nun diesen geistigen Potenzen einen, wenn auch langwierigen, aber sicheren Weg zu einem Ziel, das Leben, verstanden als wiedergewonnene Freiheit und Macht in perfekter Harmonie, als neue, individuelle, unzerstörbare, freie und mit Gott (in der Liebe) verbundene Wesen, wir Menschen, als Ebenbild der Perfektion Gottes, also ein geschaffenes Ebenbild des Schöpfers.
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Es handelt sich also um einen Kreis der im Geist seinen Anfang hat, also als Wort in Gott, am Anfang, und sich im Geist, nach langer Zeit, wieder schliesst, weshalb man Gott als das Alpha Ⲁ und das Omega Ω bezeichnet. Da wir hier aber nicht, wie viele Denker und Philosophen, davon ausgehen, dass sich der ganze Zyklus endlos wiederholt und die gleichen Geister wieder fallen, also wir – denn dann hätten wir nichts gelernt und unsere Verbesserung wäre nur scheinbar – können wir die ganze Schöpfung, die oben als Kreis dargestellt ist, um zu zeigen, dass Anfang und Ende in Gott liegen, auch linear darstellen, nur um uns von dieser Idee der ewigen Wiederholung (wie Nietzsche sie versteht) zu distanzieren.
Zusammenfassend erhalten wir Folgendes, um den Übergang vom universellen Substrat zur organisierten Materie zu verstehen:
Urfall der Geister in Luzifer --- Urstoff als Unterlage der materiellen Schöpfung.
Schöpfung Gottes des materiellen Universums --- Materie/Elemente = stets komplexere Verbindungen des Urstoffes als Atome und Moleküle.
Dabei ist Materie die äussere Hülle geistiger Potenzen.
Weil die Materie, die ja aus Urstoff gemacht, der durch die Kräfte der Schöpfung verbunden und geordnet wird, nur die äussere Hülle von geistiger Intelligenz bildet, ist der Endzweck der Schöpfung, durch Verbindungen der Materie auch diese geistigen Kräfte zu vereinen, um ihnen stets mehr Intelligenz (Licht) zu geben, also Bewusstsein. Dieses Selbstbewusstsein soll sich letztendlich zum göttlichen Sein erheben, weshalb Gott nur in uns entdeckt und erweckt werden kann, als das reine Sein, was Gott als Sein Ebenbild geschaffen hatte.
Alles ist Geist. Der Unterschied liegt im Grad des Seins als einheitliches Wesen.
Zerstreuung / Gericht ——— Schöpfung ——— Erlösung und Wiedergeburt im Licht.
Stoff. --- Materie. --- Struktur/Form. ---Lebewesen. ---Freie, individuelle Geister.
Stoff = Chaos / Materie = zweckmäßige Ordnung
Die göttliche Schöpfung, durch sieben Geister Gottes, d.h. göttliche Eigenschaften, verwandelt Stoff in Materie. So erhält Stoff eine geordnete Form, die im Licht ein Dasein bekommt, durch den Willen Gottes (Gericht) im Dienst der Erlösung der gefallenen Geister im Rahmen der materiellen, eigentlich zweiten geistigen Schöpfung, denn alle Materie ist im Grunde nur Geist. Die Schöpfung ist der Weg vom Chaos zur Ordnung, durch die Wahrheit aus der Lebenskraft Gottes zur Bergung der gefallenen Geister. Dieses Leben kam zu uns als Christus. Das können wir bei Joh.14.6 lesen: Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Diese Geister, zerteil im ganzen Weltall als Urstoff, brauchen aber einen Zünder um vom Chaos zur Ordnung, Einheit und Selbstbewusstsein zu gelangen. So kommen wir zum Licht. Dieses Licht, ein Materielles-Natürliches aus den Sonnen -welches von einer geistigen Lichtquelle (geistige Sonne im Himmelsreich) angetrieben wird, weil alle Schöpfungskraft, wie wir gesehen haben, im Geist liegt- übt eine anregende Wirkung auf die Materie, d.h. eigentlich auf die Geister, die es aber nicht erkennen (Joh.1.5), weil sie es nicht als das Leben aus Gott ansehen, sondern aus der Materie selbst und aus sich selbst, denn sie glauben nicht an den Namen Gottes (Joh.1.12-13). Nicht an den Namen Gottes zu glauben bedeutet, nicht an den Geist als etwas Wahres und als Lebenskraft zu glauben. Es bedeutet, die Worte des Herrn zu ignorieren, wenn er uns sagt, dass Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Das war so vor dem Urfall und ist noch immer so in jedem Mensch der Gott als sein Leben verleugnet. Dieser kann mit Recht in Angst vor dem Schatten der Welt leben, weil er das Licht noch nicht erkennt! Jedoch erfüllt das Licht, ungeachtet dessen, seine Funktion in der Schöpfung. Deshalb wollen wir es als geistiges Leuchtmittel auf unserem Weg zum wahren Leben benutzen. Es brauch nicht betont zu werden, dass dieses Licht, dem wir folgen, Christus ist.
Die Rolle des Lichtes in der Schöpfung.
Das geschah am Anfang, also nach der ersten geistigen Schöpfung, und es geschieht immer noch, wie oben gesagt. Johannes 1 kann also auf jeden unserer Anfänge bezogen werden; auf jede Epoche der Menschheit die einen Anfangspunkt darstellt, wie das erste Menschenpaar, die ersten Zivilisationen, oder die Ankunft Jesu Christi auf Erden. Bei jedem Beginn sahen wir das Licht des Lebens nicht, fielen also in Gottesverleugnung durch Eigenliebe, was letztendlich von einer Phase des Scheinlichtes aus uns selbst (Selbstbetrug) zur Dunkelheit und dem Fall führt, sei es ein Mensch oder ein Reich auf Erden. Unsere Geschichte ist voll von solchen Fällen. Wir wollen das sehr gut verstehen und somit unsere Meditation zum wahren Licht, das Göttliche, leiten, um niemals mehr in Dunkelheit zu stehen, zitternd vor Angst wie kleine Kinder. Das natürliche Licht, das Gott in unzähligen Sonnen aus Seinem Lichtgeist für das Leben angezündet hat, kann uns ein Wegweiser sein, wenn wir die materielle Schöpfung als Kulisse unserer geistigen Erlösung erfassen.
Licht ist also ein Lebensbeförderer in der Schöpfung, was uns erleuchtet, dass Licht nicht nur geschaffen wurde um den Raum zu erhellen, sondern um der zweckmäßigen Ordnung der Materie die notwendige Kraft zu geben, sich zu dem zu bewegen zu was die Materie als Hülle des geistigen Lebens bestimmt ist, und zwar zu der progressiven Befreiung der gefallenen Geister die als Urstoff, lichtlos, in Dunkelheit und Chaos lagen. Materie und Licht sind damit untrennbare Vektoren der sichtbaren Schöpfung, so tief miteinander verbunden, dass materielles Licht ohne materielle Gegenstände auf das es treffen kann, unsichtbar ist, wie man bei der Beobachtung des ‘leeren’ Weltraums erkennen kann. Dasselbe gilt logischerweise für die Materie, die ohne Licht auch unsichtbar wäre, aber nicht nur das, sondern reglos, leblos und unfähig Lebensformen su bilden. Ohne Licht wären wir also nicht entstanden als Wesen in der materiellen Schöpfung, was auch unser geistiges Leben zu einer kompletten Stagnation führen würde, denn wir, als die verlorenen Söhne, die sich vom Himmelsvater trennten, brauchen die dynamische Ordnung der Materie, also Fortschritt der Lebensformen, durch Licht bewirkt, um unsere menschlichen Hüllen zu bilden für dieses Leben in der materiellen, an Zeit und Raum gebundenen Ebene.
Materie + Licht = Lebensformen = Mensch.
Jetzt haben wir den Stoff als geistig-materielle Unterlage, als Quantum der Materie erkannt, was uns vor den eigenen tiefen Schatten stellt, aus dem wir aufgetaucht sind als bewusste Wesen. Diese Schatten, die wir so sehr fürchten, die unseres Todes, stammen aus jenem fernen Zustand dunklen Bewusstseins, der unseren Fall verursachte, indem er uns von Gott, von Seinem Licht des Lebens, trennte. Manche würden nun sagen, dass wir dies in unseren Genen tragen, aber es ist viel älter, viel weiter zurückliegend und tiefer als das. Und hier liegt nun unsere Antwort darauf, warum wir mit fast permanenter Angst und Unruhe leben und welcher der einzige Weg ist, der uns von dieser Qual befreit.
Wir haben nun die Materie dann als Träger der Intelligenz oder Licht erkannt, indem es durch Licht aus den Sonnen, Lichtfacetten widerspiegelt in jedem Gegenstand im Weltall, sei es ein Planet oder eine Blume. Wir wissen jetzt auch, dass die materielle Schöpfung ein geistiges Ziel hat, eine Strecke eines Kreislaufs ist. Doch das reicht noch lange nicht aus, um zu dem Vertrauen zu gelangen das uns von der besagten Angst vor Chaos und Tod befreien soll. Wir müssen uns dran erinnern und darauf bestehen: Es ist notwendig, unseren Blick tief nach innen in das Zentrum der Schöpfung zu werfen, was genauso viel bedeutet wie in uns das wahre Licht Gottes zu erkennen. Wenn nämlich die ganze Schöpfung, geteilt in eine Geistige und eine Materielle, im Grunde zwei Hälften eines Kreises sind, wo Anfang (Alpha) und Ende (Omega) sich treffen, sie also eine rein geistige Angelegenheit ist und die Materie nur einen Zustand des Geistes darstellt, muss unsere Betrachtung sich zu dem Geist hinwenden der dieses Uhrwerk unaufhörlich den lebenswichtigen Antrieb gibt, was uns zur Allgegenwärtigkeit Gottes führt.
Gott als der über alles wirkende Geist.
Erinnern wir uns kurz daran, dass die Definition des Quantenfeldes lautet, dass es sich um etwas handelt, das sich über das gesamte Universum erstreckt. Ohne damit sagen zu wollen, dass Gott ein Quantenfeld oder Das Quantenfeld ist, ist Sein (heiliger) Geist das, was uns als diese grenzenlose Kraft erscheint. Diese unbegrenzte Kraft ist der Wille Gottes, mit dem er die gesamte Schöpfung antreibt. Dieser Wille entspringt der göttlichen Liebe und seiner Weisheit und kann nur Ordnung und gute Dinge schaffen, die ihre Rolle in dieser Ordnung erfüllen.
Wenn wir von der Umwandlung des Urstoffs zu organisierter Materie reden, wie auch vom Licht und die in ihm liegende Wärme als die Kraft die der Schöpfung die notwendigen Schwung gibt Lebewesen zu formen und letztendlich uns Menschen, müssen wir die eigentliche Ursache von allem in unser Bewusstsein heben, welche natürlich Gott ist. Und da wir ja unsere Seele von der Angst vor dem sicheren Tod im Leibe befreien wollen, möchten wir uns mit Seiner Kraft verbinden, jene Kraft die das Weltall erschaffen hat um uns vom Schatten zu befreien und in das Licht zu führen das wir unwillig waren zu erfassen, wie bei Johannes 1.5 behauptet wird, sicher nicht als Lektüre zu unserem eitlen Zeitvertreib.
Die Verbindung in der Liebe.
Wir wollen, uns in Joh. 1 inspirierend, noch einmal kurz klarstellen, dass alles Leben nur in Verbindung zum Herrn als solches erscheinen und bestehen kann; sich dank dieser Verbindung als einheitliches, in verschiedenen Graden selbstbewusstes Leben in einem Geschöpf äussern kann. Diese Verbindung der Seele zu Gott wird nur durch die Liebe aufgestellt und erhalten. Die Liebe der Menschenseele ist aber an einen freien Willen gebunden in uns und wir können sie also von Gott nehmen und sie anderen Sachen geben, was wir Welt nennen, eine Welt die im Grunde nur der Spiegel unserer Eigenliebe oder Selbstsucht ist. Liebe ist kein flüchtiges Gefühl; sie ist eine Kraft die das Leben, das wir erleben, bestimmt. Würde sich unsere Liebe entschieden zum Herrn wenden, hätten wir mit Sicherheit eine ganz anderes Leben in einer ganz anderen Welt als die uns Bekannte. Darüber wird wohl kaum einer streiten. Wie wir aber gesehen haben und hoffentlich auch begriffen, ist die von Gott abgewandte und der Welt zugewandte Liebe unumgänglich mit unserem Fall, also dem Tod verbunden, was unsere Welt leider auf Kampf und Konkurrenz begründet, als auf gegenseitige Liebe. Wir können unsere Welt und unser Leben komplett umgestalten, indem wir unsere Liebe umwandeln, im Glauben und Zuversicht zum Herrn. Ja, wir könnten, dank einer neuen und besseren Liebe, hier auf Erden in einem wahren Paradies leben, als wundervolles Vorgericht des ewigen geistigen Lebens, in Fülle und Frieden! Deshalb sagt Jesus: wer an mich glaubt und an meinen Vater, wird das ewige Leben haben (Joh.3.16 / Joh. 6.47). Und dieses ewige Leben ist eine Verheissung über unsere Befreiung vom Schatten der Angst.
Ein Leben ohne Schatten.
Wir haben hier versucht zu verstehen wieso unser Leben hier so geplagt von Sorgen ist, und wie wir diese Sorgen höchstmöglich aufheben können, nicht mit einer Vollkasko Versicherung (das Wort Kasko bedeutet Hülle), sondern indem wir den Heilsplan des Herrn erfassen, der uns gewidmet ist, der Menschheit im Universum, also eine Ordnung und Zweck bestehen, die unter dem Schutz Gottes stehen, was auch uns und gerade uns unter diesen Schutzschirm stellt, denn, wie auf dem Bild des Kreislaufs der Schöpfung angedeutet, ist der Mensch, wir, das Endziel der steigenden Ordnung der Materie al Träger des Geistes, ein Geist, der nie aufgehört hat, solcher zu sein; er musste lediglich verschiedene Bewusstseinszustände durchlaufen, von weniger frei zur grössten Freiheit, bzw. vom Schatten zum Licht.
Diese fortschreitende Ordnung in der Schöpfung dient der Ansammlung von Licht in jeder einzelnen Seele. Jede Seele ist ein Lichtjuwel das das Licht Gottes in sich sammeln und als göttliches Ebenbild abgeben kann in den Strahlen der wahren Liebe. Eine Seele ist nichts anderes als ein Gefäss das sich mit Liebe füllen kann, um sie in der von Gott gegebenen Fülle an andere Seelen, die noch unter Lichtmangel leiden, weiterzugeben. Jeder von uns kann so die Schatten des Lebens vertreiben, zuerst in sich, mit Gottes Wort, dann für diejenigen die sehen und zuhören wollen, um den Schatten in ihrem Leben auflösen. Leben ist Licht verbreiten, oder, wenn man anders will, aus der von Gott gegebenen Freiheit der Seele, Schatten als Licht zu bieten, also Lügen, anstatt Wahrheit, was in den Werken jedes einzelnen zu erkennen ist. Das ist der Weg auf dem der Mensch seine Liebe zu Gott befreien kann, weil er die Liebe Gottes zu ihm spürt. Auf diesem Weg wird kein Licht je mehr einen Schatten werfen können, denn die Liebe zum Herrn, als Liebe über alles, befreit uns von der Sünde, die die Ausgeburt einer schlechten Liebe war, die uns in die Schattenwelt des Todes beförderte.
Das geistige Licht des Lebens aus Gott ist ein Licht von Herrlichkeit für die Seele, die frei von Sorgen und Angst im wahren Leben ohne Schatten waltet.
Doch wir sind noch nicht so weit, denn wir leben in dieser materiellen Welt, wo Licht ist das auf einen Gegenstand trifft, da wirft dieser Gegenstand auch einen Schatten. Unser eigener Körper, solange wir leben, wird stet einen Schatten mit sich ziehen, sobald Licht auf uns fällt. Wenn man Johannes 1.5 auf diese uns allen sehr bekannte Tatsache anwendet, ist unser Schatten, in geistiger Entsprechung, ein Zeichen der Sünde, die der Urfall, also die Trennung vom Licht des Lebens, Gott, verursacht hat. Unser Schatten erinnert uns also an unsere tiefste Vergangenheit. Diese Idee des Schattens wird auch in der modernen Psychologie angewendet und mehr oder weniger richtig interpretiert, als Teil unseres Wesens das wir ins Licht bringen sollen. Spirituell gesehen, heisst das nichts anderes al Gott in uns wieder zu sehen, wie Johannes 1.12 sagt: Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben.
Um uns vom Schatten zu befreien, müssen wir uns, in uns, durch Gebet und Meditation zum Licht des heiligen Geistes wenden, doch hauptsächlich was unsere Liebe betrifft, die wir von der Aussenwelt und ihrem materiellen Licht nach innen richten sollen, jedoch nicht als Eigenliebe, sondern als Zuneigung zu dem was uns dem Herrn in Seinen Eigenschaften ähnlich macht: weise Liebe, Willenskraft, Geduld, Ausdauer und über alles, Barmherzigkeit zum Mitmenschen. Nur so können wir uns vom Schatten der Sünde befreien, und somit von unseren tiefsten Ängsten, denn wir haben diese Macht und Freiheit vom Herrn durch den heiligen Geist erhalten, den wir nur als unseren inneren Führer, in Gehorsam zu Gottes Willen, voll akzeptieren müssen.
Wer das mit Demut und Ernsthaftigkeit in seiner Seele befolgt, der wird, wenn er seinen materiellen Leib ablegt als seinen letzten Schatten, in einer rein geistigen Welt im Jenseits aufwachen, in einem Leben frei von Sünde und ohne Schatten, unter dem Licht der ewigen Sonne die im Himmel als die leuchtende Gegenwart des Herrn für alle seine Kinder und Geschöpfe strahlt.
Dem Herrn allen Dank und Ehre und unsere bedingungslose Liebe. Amen.
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René Bijloo. 03-01-2026. renebijloo@fastmail.fm






