Mittwoch, 17. Juni 2015

Christ und Ehebett V

Noch einmal komme ich auf dieses Thema zurück, obschon ich glaubte, es abgeschlossen zu haben. Aber die Reaktionen in Mails und Kommentaren rufen mich nochmals auf den Plan, weil mancherorts die Meinung besteht, es sei doch absurd, dass die Männer den Samen behalten, da doch die Wissenschaft beweise, dass nach kurzer Zeit dieser von selbst sich aussondert. Dazu kommt, so sagen einige, dass es ja Gottes Gabe sei, im Ehebett den Sex zu pflegen – je mehr, desto besser!
Dazu gleich zwei Auszüge aus den Kommentaren:


Eine Schwester schreibt: „... Das Thema Sexualität nach "katholischen Gesetzen" wird für mich gerade interessant, da ich einen katholischen Freund habe und wir schauen, ob wir gemeinsam den Weg der Ehe gehen werden. Natürlich warten wir mit dem Geschlechtsverkehr bis nach der Hochzeit. Da ich protestantisch bin, schockiert es mich, dass Sex anscheinend kein Geschenk von Gott an Ehepaare ist, ... Dein Argument, dass der Samen reifen muss, um gesunde Kinder zu zeugen, ist wissenschaftlich gesehen nicht richtig. Tatsächlich verbessert sich die Qualität von Sperma sogar, wenn Männer häufiger zum Höhepunkt kommen. Folgender Artikel erklärt das: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/spermienqualitaet_aid_136027.html . Rein biologisch, ist dein Argument also falsch ...“

Und ein Bruder  schreibt:  „Das mit dem reifen Samen ist unbiblisch und falsch. In einer Ehe darfst du so oft Sex haben wie du und dein Ehepartner es wollen. Lass dir bitte nicht so einen Unsinn einreden. Denn selbst in der Ehe auf Sex zu verzichten führt am Ende zu Depressionen Traurigkeit und Spannungen. Ich würde es niemals tun warum auch...

Nun, was die Wissenschaft über die Lebensdauer der Spermien schreibt, ist natürlich abolut richtig und braucht nicht angezweifelt zu werden. Aber das hat mit unserer Sache nichts zu tun.
Die Wissenschaft ist dazu prädestiniert, sich mit der sicht-, wäg- und messbaren Materie zu befassen und diese zu verstehen. Aber es gibt eben noch anderes, das nicht sicht- und noch weniger messbar ist, und das ist das Leben. Die „Geistige Substanz“  kann nicht mit dem Miskroskop untersucht werden. So gibt es in unserem Körper drei Substanzen, bzw. Organe, welche vorwiegend Träger dieser „Geistige Substanz“, eben das Leben an sich, sind. Es sind dies das Herz, das Blut und – allem voran – der Samen. Die materielle Trägersubstanz ist dabei eigentlich unwichtig, obschon sie das biologische Leben aufrechterhalten. Aber was ist das biologische Leben, die Funktionalität des Körpers, wenn nicht darin das geistige Leben sich manifestieren könnte?

Wenn schon bei den Pflanzen und den Tieren der Samen, bzw. das Samenkorn ein riesiges Wunderwerk ist, wo für die Wissenschaft unsichtbar die Reproduktion und die unzähligen künftigen Reproduktionen bereits vorhanden sind, wie ist es denn bei dem Menschen, wo noch vielmehr als nur die künftigen Reproduktion in einem 5-Mikrometer grossen Sperma vorhanden sind, sondern auch das geistige Fluidum, das Od? Kann die Wissenschaft die ätherischen Substanzen nachweisen? Nein – und doch sind sie vorhanden! Kann die Wissenschaft die ätherische Substanz der Seele nachweisen? Nein – und trotzdem ist sie vorhanden. Und damit sind wir schon beim Kernpunkt angelangt.

Ein Samenkorn, etwa das des Weizens, kommt in den Boden, wo es einige Zeit bei guten Umweltbedingungen verbleibt. Dann stirbt das Samenkorn. Ist damit das Leben erloschen? Nein – nun beginnt es erst.

Genau so ist es beim Mann. Der wissenschaftlich nach- und beweisbare Samen ist Träger des Lebens, der unsichtbaren ätherischen Lebenssubstanzen. Verbleiben die Spermien ohne zu ejakulieren, so reifen sie und zum Zeitpunkt der höchsten Reife gehen diese ätherischen Substanzen in die Seele des Mannes über und stärken diese. Wenn auch die „verbrauchten“ oder alten Spermien auf natürlichem Weg über das Blut ausgeschieden werden (also ohne Ejakulation), so werden alle neuen „Generationen“ von Spermien immer kräftiger, weil sie ja auch wieder die bessere geistige, bzw. Ätherische (seelische) Substanz des Mannes nebst dem genetischen Bauplan, übernehmen.
Deshalb: Ungeachtet der kurzen Lebensdauer der materiellen Spermien, werden sie eben immer kräftiger, wenn sie nicht vergeudet oder sogar breitflächig ausgestreut werden ...

Die Seele des Mannes als Spender der ätherischen Substanz

Hat also der Mann eine starke Seele, so hat er auch starke ätherische Substanzen (reineres Od, Fluidum) in seinem Samen. Doch was heisst eine „starke Seele“? Eine starke Seele bedingt immer auch einen starken Geist. Diese zwei wissenschaftlich nicht nachweisbaren Aspekte des Menschen stehen in Wechselwirkung zueinander. Die Seele ist das ICH (-Bewusstsein), der Geist ist der göttliche Teil, der Teil, der das Ebenbild Gottes ausmacht. Ist der Geist im Menschen stark, so ist auch die Seele stark. Ist die Seele göttlich orientiert, so erstarkt der Geist und so wird die Seele immer stärker, ihr Fluidum, ihr Od wird automatisch immer reiner. Ist die Seele aber auf das weltliche Leben ausgerichtet, so bleibt sie schwach und der Geist kann nicht erstarken. Ganz unabhängig vom Glauben (an ein Dogma). Auf die Gesinnung kommt es an. Eine geistliche Gesinnung stärkt Geist und Seele, eine fleischliche Gesinnung lässt sie schwach bleiben.
Dieses reine Od ist es nun, welche eine starke Seele dem Samen übertragen kann für eine gesunde und leiblich starke Nachkommenschaft.

Dieser Schwester, welche obiger Kommentar geschrieben hat, kann ich nur gratulieren, dass sie einen Bräutigam gefunden hat, der das Leben im göttlichen Licht erkannt hat. Leider scheint es, dass dies nur noch bei den katholischen Geschwister der Fall ist, bei den evangelikalen herrscht hier weitherum tiefste Finsternis ...

Enthaltsamkeit als geistiger Gewinn

Nun möchte ich noch kurz auf den zweiten Kommentar eingehen und erklären, weshalb bei den Evangelikalen in dieser (aber nicht nur!) Hinsicht tiefste Finsternis herrscht. Er schreibt:

„... mit dem reifen Samen ist unbiblisch und falsch. In einer Ehe darfst du so oft Sex haben wie du und dein Ehepartner es wollen ...“

Nun, dass Du in der Ehe so oft Sex haben kannst wie Du willst, sei Dir absolut unbenommen. Es gibt kein Gesetz, das ich daran hindert. Und ich sage es noch einmal: Es ist auch keine Sünde, den Sex in der Ehe zu pflegen, und sei es drei oder viermal täglich! Niemand, auch Gott hindert Dich nicht daran! Also, mein Lieber, fühle Dich wirklich frei!

Ich spreche hier in meinem Blog aber nicht zur Welt, also nicht zu Weltmenschen. Ich betreibe keine Mission. Ich spreche auch nicht zur evangelischen Masse. Ich spreche zu Nachfolgern Jesu und zu solchen, die es werden wollen. Nur diese sind mein Zielpublikum, um es mal ganz deutlich zu sagen, diejenigen, welche aus der Masse des evangelikalen Papageienschwarms heraustreten und die Nachfolge mit Konsequenz und biblischem Eifer begehen wollen. Meine Leser dieses Blogs sind nur wenige, weil wir hier nicht einen Kiosk an der breiten Heerstrasse betreiben, sondern kostbare Perlen mit einigen wenigen auf dem steilen und dornenübersäten Bergpfad suchen – und finden.

Solche kostbaren Perlen finden wir eben gerade zu unserem Thema in der Schrift. Paulus sagt im 1. Kor. 7, dass es besser sei, zu leben wie er, also Single, aber wenn man sich nicht enthalten kann, dann ist es besser, zu heiraten. Denn eines müssen wir uns schon bewusst sein. Ob gläubig oder nicht gläubig, Sex, und das natürlich auch in der Ehe, ist immer fleischliche Gesinnung, weil es sinnliche Begierde befriedigt. Und die Befriedigung sinnlicher Reize ist „die Welt“ (Johannes) und „das Fleisch“ (Paulus). Die Welt aber ist die Finsternis und der Tod! Und wer der Welt Freund ist, ist Gottes Feind! Wenn nun einer kommt und sagt ich sei radikal, dann muss ich sagen, nein, die Bibel ist radikal. Schlussgefolgert wären ja alle Bibeltreuen somit radikal ... Aber lassen wir das!

Zurück zum Thema. Paulus also ist der Meinung, dass die Befriedigung der sexuellen (fleischlichen) Begierden für die persönliche und innige Beziehung zu Christus nicht förderlich ist. Darum sagt er auch, dass wer verheiratet ist, so leben solle, als wäre er nicht verheiratet! Also ein Zusammenleben von Ehegatten, so enthaltsam  wie Bruder und Schwester! Damit wären wir wieder am Anfang und der Kreis hat sich geschlossen.

Es kann also keiner kommen und sagen, dass die Enthaltsamkeit unbiblisch und falsch ist.  Denn wir sind dem Fleische nicht schuldig, nach dem Fleisch zu leben!!! (Röm 8. 12)

Beim grossen Gastmahl: „... und ein anderer sprach: ich habe eine Frau geheiratet, und darum kann ich nicht kommen ...“ (Luk. 14 16 ff)

Wer in der Nachfolge Jesu steht oder stehen möchte, der will auch Jesu immer ähnlicher werden. Im Jenseits sind wir, was wir auf der erde sind oder gewesen sind. Wollen wir in der Auferstehung leben, so ist dies auch unsere Gesinnung im irdischen Leben!

Ihr irrt, weil ihr die Schrift nicht kennt, noch die Kraft Gottes: denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sind wie Engel Gottes im Himmel.“ (Mat. 22. 23)

Im Geistigen Leben hat jeder Mensch auch einen Samen. Einen Samen um zu zeugen – und zwar Leben zu zeugen! Doch ist dieser Same nicht materieller Natur, sondern eben geistiger. Und dieser Same ist das Wort. Ob im Jenseits oder im Diesseits, dieser Same ist eben die Kraft, das Fluidum, das Od, von dem wir schon die lange Zeit sprechen. Dieser Same muss in der Seele gedeihen, um schlussendlich in den materiellen Samen überzugehen und die selbe Kraft, das selbe Fluidum, dasselbe Od und dieselben ätherischen Substanzen der Nachkommenschaft weiterzugeben.



Dir, liebe Schwester, habe ich diesen Aufsatz gewidmet und Deinem katholischen Bräutigam, denn sein Ernst und seine Fürsorge wird ein gutes Fundament für eine Ehe sein!


Jesus segne Dich!


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