Mittwoch, 4. Februar 2015

Luther vs Lorber III

Eigentlich war nicht meine Absicht, meine Zeit mit dem Luther-Studium zu vertun, sondern mehr über den Glaubensweg der Mystik, also den Glaubensweg der Urchristen zu schreiben. Aber je mehr mir die Augen über den jetzigen katastrophalen Zustand der evangelischen Christenheit geöffnet werden, destomehr kommen wir nicht umhin, uns mit dem Grund dessen zu beschäftigen – und das ist nun mal Martin Luther. Immer mehr sehe ich die Bestätigung der geistigen Eingabe, dass das Lorberwerk in der Tat die Korrigenda Gottes der unerkannten satanischen Irrlehre der „Glaube-allein-“ und „ohne-Werke-“  Gerechtigkeit ist.

Zu welchen Aussagen Martin Luther fähig war, ist erschreckend. Diese Aussagen werden auch von den lutherianischen Theologen nicht bestritten und umso erstaunlicher ist, das dieser Luther „durch alle Böden hindurch“ verteidigt wird. Aber das dürfte einesteils wieder klar sein, denn kein Theologe ist so blöde, seine eigene Existenz zu untergraben.  


Und doch gibt es Theologen, welche den lutherianischen Uninns voll durchschauen – und die Konsequenzen daraus ziehen, auch wenn sie einen hohen Preis dafür zahlen. Hut ab, vor ihnen! Einer davon ist Pfr. Dieter Potzel, D-Wertheim, Herausgeber der Zeitschrift und Betreiber der Webseite DER THEOLOGE.

Nun wollen wir wiederum einige Aussagen Luthers anschauen und sie auf dem Prüfstand des Lorberwerkes durchleuchten. Eigentlich sind die Aussagen der Bibel und jene des Lorberwerkes identisch, der Unterschied jedoch besteht darin, dass die Bibel als „Beweis“ für alle Irrlehren herhalten kann, das Lorberwerk hingegen nicht!

In der Bibel wie im Lorberwerk ist die Grundlage der Botschaft die Bergpredigt. Bei Luther, welcher sich bekanntlich oft auf die Bibel beruft und vorgibt, diese sogar übersetzt zu haben(!), hat die Bergpredigt aber überhaupt keinen Stellenwert.

Martin Luther besteht darauf, Prediger zu töten, die keine amtskirchliche Berufung haben

"... wenn sie gleich das reine Evangelium wollten lehren, ja wenn sie gleich Engel und Gabriel vom Himmel wären ... Will er predigen, so beweise er den Beruf oder Befehl ... Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans heißt (= dem Henker)." (aus: DER THEOLOGE (Quellenangabe daselbst))

Jetzt stellen wir uns einmal vor, ein Mystiker, sei es ein Bruder oder eine Schwester, wie etwa Teresa von Avila oder Jakob Böhme, der aus ihrem/seinem er- und gelebten Glauben predigt, müsse zuvor ein evangelisches Thologie-Studium absolvieren und danach die amtskirchliche Berufung vorweisen! Oder der Engel Gabriel erschiene wieder aus dem Himmel und predigte das reine Evangelium – auch er müsste erst die evangelische Theologische Fakultät besuchen und erst danach könnte er die kirchliche Autorisation erlangen. Können alle diese „Laien-“ Prediger keine amtliche Berufung vorweisen, sollen sie erhängt oder geköpft werden. In welch absurder Gedankenwelt Martin Luther lebte, ist wirklich kaum auszumachen.

Aber eines ist wohl auszumachen: Luther ging es erwiesenermassen nicht um das Evangelium, wenigstens nicht um das reine Evangelium. Die Kirche als Machtpotenzial stand ihm im Vordergrund und dies war die eigentliche Motivation seiner Aktivität. Deshalb konnte er auch sagen: "Gott ist wunderbar, der uns Predigern das Amt seines Wortes befiehlt, mit dem wir die Herzen der Menschen regieren sollen ..." (Tischreden)

Das Lorberwerk – und damit die Bibel – überführt Luther aber eindeutig der Lüge, weil Luthers Ansinnen, wahre Prediger ohne Amtsberufung zu töten, das Gegenteil der Bergpredigt ist:

[GS 2.86.17] Wer demnach das göttliche Wort vernimmt, folgt aber demselben nicht, sondern folgt nur dem, was seine äußeren Augen besticht und dadurch seinen sinnlichen Willen reizt, der gibt mit einem jeden Tritte, den er macht, mit einem jeden Worte, das er spricht, mit einer jeden Bewegung der Hand, die er macht, ein falsches Zeugnis. Wenn er auch die reinste göttliche Wahrheit, das reine Wort des Evangeliums reden möchte, so lügt er aber doch und gibt dem Herrn ein falsches Zeugnis, weil er nicht nach dem Worte und nach der Wahrheit handelt.

Martin Luther schüchtert Bürgern ein, welche Laienprediger nicht denunzieren, indirekt die Todesstrafe zu vollziehen

"Und ein Bürger ist schuldig, wo solcher Winkelschleicher (= Prediger ohne amtskirchlichen Auftrag) einer zu ihm kommt, ehe er denselbigen hört, dass er es seiner Obigkeit ansage und auch dem Pfarrherrn, des Pfarrkind er ist. Tut er das nicht, so soll er wissen, dass er als ein Ungehorsamer seiner Obrigkeit wider seinen Eid tut und als ein Verächter seines Pfarrherrn (dem er Ehre schuldig ist) wider Gott handelt, dazu selbst schuldig ist und gleich auch mit dem Schleicher (= Anmerkung: der hingerichtet wird) ein Dieb und Schalk wird ..." (aus: DERTHEOLOGE (Quellenangabe daselbst))

Also solche „Winkelschleicher“ sind die Prediger der frühreformatorisschen Laeiengruppe Zwickau (Zwickauer Propheten) und vor allem die Täufer sowie Prediger wie Hans Hut, Thomas Müntzer und viele, viele andere.

Den Denunzianten, also den Verrätern werden zwar keine 30 Silberlinge im Falle des Verrats versprochen, wohl aber den Tod im Falle des Nicht-Verrats!

Mit anderen Worten, ein von Gott berufener Prediger im reinen Wandel und der reinen Wahrheit muss an die kirchliche (templerische) Obrigkeit verraten werden. So erging es Jesus selbst, und der Anstifter des Verrats in der heutigen Zeit ist niemand anders als Dr. Martin Luther! Verrat ist ein Element der Hölle und wer mit diesem Element „arbeitet“, ist logischerweise ebenfalls von der Hölle. Luther sucht gewissermasser Verräter in seinen eigenen Kreisen, ja, wer die Ehre lebt, welche er gegenüber seinem Pfarrherrn schuldig ist, soll gefliessentlich auch ein Verräter sein. So zieht sich Luther die Hölle in einem jeden Pfarrkreis!

Eine Aussage im Lorberwerk dazu:
[GEJ 5.50.12] Überdenke du dir solch eines Verrates beiderseitige Folgen, und du wirst es dann schon zu begreifen anfangen, ob schlechte Mittel wohl, im Ernste betrachtet, durch eine unberechnete, total blinde gute Absicht und durch die Erreichung eines doch bloß nur scheinguten Zweckes als gut und geheiligt angesehen werden können vor dem Forum des heiligen Richteramtes der wahren und allein gerechten Weisheit Gottes und Seiner lichtvollen Geister!

Martin Luther spricht sich selbst die Wahrheit zu und betrachtet seine von ihm bekämpften jüdischen und christlichen Gegner als "Feinde" Gottes

a)    "Denn also wage ich mit Paulus, mir die Erkenntnis zuzusprechen und dir (seinem Gesprächspartner) sie zuversichtlich abzusprechen."

b) "Mein lieber Schöpfer und Vater, du wirst gnädiglich zu gut halten, dass ich ... so schändlich muss reden wider deine verfluchten Feinde, Teufel und Juden. Du weißt, dass ich´s tu aus Brunst meines Glaubens und zu ehren deine göttliche Majestät." (aus: DER THEOLOGE  (Quellenangabe daselbst))

Wahre Göttliche oder Gottes-Erkenntnis geht einher mit der Demut. Wer sich selbst die Gottes-Erkenntnis zu- und dem andern abspricht, müsste seine Demut und Liebe noch auf die eine oder andere Art und Weise durchblicken lassen ...

Lorber dazu:

[STE 15.18 (Schrifttexterklärung)] Diese kräftigeren Tiere bezeichnen zumeist Erkenntnisse und Weisheit für sich; aber es fehlt ihnen das Fruchtbare der Liebe und die Demut derselben in ihrer tiefsten Einfalt.

Jesus segne Dich!