Mittwoch, 29. Oktober 2014

Warum Martin Luther irrt - Teil III


Zum Thema Rechtfertigungslehre gäbe es noch einiges zu sagen. Aber ich denke, mit den wichtigsten Gedanken haben wir uns bereits auseinandergesetzt und sind zur Erkenntnis gekommen, dass die beiden Begriffe „Wiedergeburt“ und „Glaube-allein“ aus dem Kontext der heiligen Schrift durch Martin Luther herausgerissen und entstellt wurden. Mittlerweile ist der Meinung, dass alle Bekehrten bereits wiedergeboren sind, in allen Köpfen und Herzen wie in Beton gegossen und niemand und nichts vermag diese grandiose Lüge, welcher die Lutherianer erlegen sind, mit Licht zu erhellen. Das Luther-Evangelium ist das perfideste Lügenwerk das
es gibt, perfider noch als die Charismatik. Nun wollen wir einen ersten Einblick in das Leben dessen werfen, der mit einem solchen „Evangelium der Finsternis“ die Menschheit „beglückt“ hat: der Reformator Dr. Martin Luther.

Martin Luther und die Kirche I

Die Rechtfertigungsleere war Luthers wichtigstes Kind. Sein nächstes grosses  Anliegen war die Kirche als Institution. Um den Zusammenhang zu erkennen, informieren wir uns zuerst über alle Punkte, über welche die Apologie zu diesem Thema etwas aussagt:

Der V. Artikel: Vom Predigtamt

Solchen Glauben zu erlangen hat Gott das Predigtamt eingesetzt, Evangelium und Sacrament gegeben, dadurch er, als durch Mittel, den heiligen Geist gibt, welcher den Glauben, wo und wann er will, in denen, so das Evangelium hören, wirket, welches da lehret, dass wir durch Christus Verdienst, nicht durch unser Verdienst, einen gnädigen Gott haben, so wir solches gläuben.
Und werden verdammt die Wiedertaufer und andere, so lehren, dass wir ohn das leiblich Wort des Evangelii den heiligen Geist durch eigene Bereitung, Gedanken und Werk erlangen.

Der XIV. Artikel: Vom Kirchen-Regiment

Vom Kirchen-Regiment wird gelehret, dass niemand in der Kirchen öffentlich lehren oder predigen, oder Sacrament reichen soll ohne ordentlichen Beruf.

Der VII. Artikel: Von der Kirche

Es wird auch gelehret, dass alle Zeit müsse eine heilige christliche Kirche sein und bleiben, welche ist die Versammlung aller Gläubigen, bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heilige Sacrament laut des Evangelii gereicht werden.
Denn dieses ist genug zu wahrer Einigkeit der christlichen Kirchen, dass da einträchtiglich nach reinem Verstand das Evangelium gepredigt und die Sacrament dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden. Und ist nicht Not zu wahrer Einigkeit der christlichen Kirchen, dass allenthalben gleichförmige Ceremonien, von den Menschen eingesetzt, gehalten werden, wie Paulus spricht Ephes 4: Ein Leib, ein Geist, wie ihr berufen seid zu einerlei Hoffnung eures Berufs, ein Herr, ein Glaub, ein Taufe.

Der VIII. Artikel: Was die Kirche sei

Item, wiewohl die christliche Kirche eigentlich nicht anders ist dann die Versammlung aller Gläubigen und Heiligen, jedoch dieweil in diesem Leben viel falscher Christen und Heuchler, auch offentlicher Sünder unter den Frommen bleiben, so sind die Sakrament gleichwohl kräftig, obschon die Priester, dadurch sie gereicht werden, nicht fromm sind, wie dann Christus selbs anzeigt: Auf dem Stuhl Moysi sitzen die Pharisäer etc.
Derhalben werden die Donatisten und alle andere verdammt, so anderst halten.

Zum Predigtamt

Solchen Glauben zu erlangen hat Gott das Predigtamt eingesetzt, Evangelium und Sacrament gegeben, dadurch er, als durch Mittel, den heiligen Geist gibt, welcher den Glauben, wo und wann er will, in denen, so das Evangelium hören, wirket, welches da lehret, dass wir durch Christus Verdienst, nicht durch unser Verdienst, einen gnädigen Gott haben, so wir solches gläuben.“

Diese Worte wollen wir aus dem Hintergrund beleuchten, dass Luther bekanntlich das „Sola Scriptura“ erfand, also die Gläubigen anwies, dass allein nur die Schrift und nichts als die Schrift gelten darf.  Inwieweit Luther selbst sich daran hielt, zeigt dieser Artikel V. Um „solchen Glauben zu erlangen“ – und gemeint ist der „Glaube-allein“ – bedarf es nicht der Bibel. Klar, dort findet man nichts dergleichen. Nein, Luther sagt, um diese Art Glauben zu erlangen hat Gott das Predigtamt eingesetzt. Von daher soll man das „Evangelium“ und die Sakramente erhalten. (Nur sind Sakramente ebenfalls nach dem Gusto Luthers, fern ab der Bibel. Auf die Sakramente kommen wir später noch zu sprechen.)

Einzig durch Predigt hören und Sakrament empfangen gibt also Gott den Heiligen Geist wo und wann er will. Das ist jedoch durch und durch falsch. Der Heilige Geist  kann nur in dem Menschen wachsen, der das Wort tut! Seid nicht Höhrer allein, sondern Täter des Wortes! Mit den schönen, wohlklingenden Worten Luthers und seinen Predigern werden die Gläubigen aufs Glatteis geführt und vom echten Glauben Abrahams (Glauen durch Werke des Gehorsams) weggeführt.

Der verdammungsfreudige Luther

Im selben Artikel V der Apologie lesen wir die schockierenden Worte: „Und werden verdammt die Wiedertaufer und andere, so lehren, dass wir ohn das leiblich Wort des Evangelii den heiligen Geist durch eigene Bereitung, Gedanken und Werk erlangen.“

Die richtige Bezeichnung der Wiedertäufer heisst „die Täufer“. Luther bezeichnet diese reformatorische, aber auf die Bibel gegründete Gemeinschaft mit der abschätzigen Bezeichnung „Wiedertäufer“. Diese Gemeinschaft lag jedoch nicht ganz auf der Linie Luthers, weil sie die Säuglingstaufe ablehnten und die Erwachsenen-Taufe einführte. Ausserdem hatten sie das Evangelium nicht nur durch die Predigt, sondern auch durch Selbststudium aus der Bibel. Es gab ja schon vor der Bibel-„Übersetzung“ Luthers bereits 14 hochdeutsche und 4 niederdeutsche Übersetzungen! Die Täufer haben den Heiligen Geist also nicht nur durch Lutherianer-Prediger und lutherianische Sakramente empfangen.

Das war Luther natürlich ein Dorn im Auge und deshalb hat er sie verflucht. Aber nicht nur das. Später hat er sie durch die evangelische Obrigkeit verfolgen lassen und tausende Täufer kamen dabei ums Leben. Die Täufer, damals wie heute, glaubten an Jesus Christus als dem Sohn Gottes, sind also unsere echten Glauensgeschwister.

Was für ein Teufel musste Luther geritten haben, dass er im Stande war, echte Glaubensgeschwister zu verfluchen, zu verfolgen und töten zu lassen? Ist das der Geist der Liebe und der Barmherzigkeit? Ist es der Geist der Bergpredigt? Eine Antwort erübrigt sich.

Wenn jemand auf die Idee kommen sollte, Luther wäre ein Mann Gottes gewesen oder gar annehmen würde, Luther sei eine vom und durch den Heiligen Geist wiedergeborene Seele gewesen, dann lebt er noch in der tiefsten Unkenntnis und weiss nichts von den geistigen Zusammenhängen..

Die Verfolgung und das grausame Abschlachten der Täufer war aber nicht das Einzige, womit er seinen wahren Geist offenbart hat. Wir werden später noch sehen, was sich dieser Luther noch so alles geleistet hat. Je älter er wurde, desto schlimmer wurde er! Aber wie gesagt, davon ein andermal.

Kann von einem solchen Teufel von einem Menschen die Wahrheit und nichts als die Wahrheit kommen? Heisst es nicht, "prüfet die Geister" und "an den Früchten soll man sie erkennen"? Kann man Feigen vom Dornenbusch ernten? Nein, aus dem finsteren Abgrund kommt nichts als Lüge, Verdrehungen der Wahrheit und Täuschung. Deshalb hat er ein eigenes Evangelium erfunden und gleich klargemacht, dass nur seine Verkünder die Mittel in der Hand haben, um den Heilgen Geist zu vermitteln. Und deshalb hat er auch die Bibel modifiziert mit dieser unseligen Glücksformel „durch Glauen-allein“.

Die Kirche (Predigtamt und Sakramente) ist also das Mittel um dem Volk den Heilsweg und die garantiert offene Himmelstür vorzutäuschen. Deshalb ist die Kirche nebst der Rechtfertigungsleere sein wichtigstes Anliegen.

Zum Kirchen-Regiment

Vom Kirchen-Regiment wird gelehret, dass niemand in der Kirchen öffentlich lehren oder predigen, oder Sacrament reichen soll ohne ordentlichen Beruf.

Aus den eben dargelegten Gründen wird nun in diesem XIV. Artikel ersichtlich, dass nur gehirngewaschene Prediger mit kirchlicher Berufung für die Verkündung des Evangeliums zugelassen sind. Das gilt natürlich auch heute noch – oder vielleicht sogar heute noch mehr als früher! Es spielt ja keine Rolle, ob Pfarrer in der Sünde leben, Hauptsache ist, dass das Gedankengut Luthers unters Volk kommt. Es spielt keine Rolle, wenn schwule Pfarrer der Gemeinde vorstehen wie Pfarrer Schuhmacher in Uehlfeld (D), Hauptsache die Floskel „Glaube-allein“ wird nicht verraten.

Auch heute noch werden andere als lutherianische Evangeliums-Verkünder verfolgt. Dies geschieht zur Zeit aber nicht mit dem Schwert, sondern durch die sogenannten Sekten-Beauftragten der lutherianschen Kirchen. Sie allein glauben zu wissen, was gut  und wahr ist.

Jesus segne Dich!