Mittwoch, 30. April 2014

Gemeindezucht


Die Gemeindezucht ist eine Notwendigkeit um Einflüsse aus der Finsternis abzuwenden und die Gemeinschaft möglichst rein zu halten. Dabei geht es zum einen um die falsche Lehren, wie wir in den letzten Aufsätzen behandelt haben, zum andern geht es um das Fernhalten der Sünde.



Laut dem Neuen Testament sind wir gehalten, auf diese Reinheit in kleinen Gemeinschaften zu achten, wie Gott selbst dies im Grossen tat; sozusagen global. Und Er tat dies rigoros. Im 1. Mose 6.1-4 ist beschrieben, wie Gottessöhne  auf die Erde kamen und sich menschliche Frauen nahmen. Die gezeugten Kinder waren die Riesen, oder wie wir auch sagen, die Nephilims. Diese waren ausserhalb der Blutlinie Adams. Dies war vermutlich der grösste Angriff Satans auf die Schöpfung Gottes. Diese Nephilims  vermehrten sich rasant.Es waren die Helden der Vorzeit. Gott sandte  die Sintflut, um diese Hybriden, teils Mensch, teils Tier, oder teils Mensch, teils Gottessöhne, zu eliminieren. Aber nicht alle kamen um. Die Überlebenden kennen wir heute als Enak, Og, aber auch als ganze Stämme wie die Amalekiter, Hetiter usw im Landa Kanaan und im ganzen Vorderen Orient. Gott  gab dann Moses und Josua die Aufgabe, diese Riesen-Stämme auszurotten, alle Männer, alle Frauen und auch alle Kinder zu töten. Das was einige als grausam verurteilen, machte aber absolut Sinn. Goliath war der letzte bekannte Nephilim. Auch die antiken Götter, Poseidon, Zeus, Neptun, Aphrodite, ja auch die ägyptischen Pharaonen waren alle Nephilims. Ein zwar interessantes, aber nicht das heutige Thema.

Weshalb Gemeindezucht?

Gott hat also rigoros die fremden Einflüsse auf seine Schöpfung bekämpft. Wir haben im Prinzip die selben Probleme, weil der Feind, die Alte Schlange, Gottes Strukturen noch immer zerstören will. Eine solche Struktur sind die Glaubens-Gemeinschaften, heute das Zentrale des Heilsplanes Gottes für die Rückführung der Seele  zum Schöpfer.

Deshalb brauchen wir heute die Gemeindezucht je länger desto mehr. Da schleichen sich die Amalekiter in Form der charismatischen  Verführung oder die Hetiter in Form der Sünde in die  Gemeinde. Allerdings kommen jetzt einige Geschwister in der Zwickmühle: man darf doch nicht richten, ist das eine, und der ‚Balken im eigenen Auge‘ ist das andere. Aber nein, hier geht es nicht ums richten, hier geht es darum,  alles Falsche  fernzuhalten. Richten wird dann Gott selbst über das Falsche. Die andere Zwickmühle ist die Frage des Eins-seins oder der Trennung oder gar Spaltung. In der heutigen  Zeit der noch nie dagewesenen Glaubensverwirrung tendiere ich selbst eher für die Spaltung als die auf Biegen und Brechen forcierte Einheit.  Dieses Eins-sein mit der falschen Toleranz wird aber durchgängig praktiziert mit den Allianzen,  Ökumene bis zum Weltkirchenrat.

Um die Lehre und den Glauben in den Gemeinden reinzuhalten ist es oft erforderlich, dass es eine Spaltung gibt. Dies ist besser als Kompromisse mit Glaubensverwirrten einzugehen.  Es ist ein gruppendynamischer Effekt,  dass bei grossen Gemeinschaften, sei es in der Gesellschaft  oder in der Religion, immer der sogenannte „kleinste gemeinschaftlicher Nenner“ sich durchsetzt.  Das ist der Grund der Dekadenz. Ich weiss von der Heilsarmee, welche noch lange Zeit die „Heiligungssonntage“ hatten. Durch den Zeitgeist und den Allianzen wurde dies dann abgeschaft. Eine Heiligung der Seele verkündet heute keine Kirche mehr. Auch die Sündenerkenntnis, die Busse und die konsequente Umkehr sind nicht mehr „in“. Heute heisst es einfach „Jesus ins Leben aufnehmen“. Wollte man heute die Gemeindezucht rigoros handhaben, so wären Spaltungen unumgänglich. Aber das ist immer noch besser, als so weiterzufahren, wie es eben im Moment ist.

Wo beginnt die Gemeindezucht?

Die Gemeindezucht beginnt bei der Neuaufnahme von Mitgliedern. Bleiben wir beim Beispiel der Charismatik. Personen, welche diese Art des „Glaubens“ in die bestehende Gemeinde infiltrieren wollen,  sollten bestimmt zurückgewiesen werden. Es sei denn, dass sie sich belehren lassen und sich neu besinnen. Ebenso ist es mit der Sünde. Die aktuelle Frage lautet: sollen wir Homosexuelle Paare aufnehmen? Während die einen sagen, Gott liebe alle Sünder, sage ich, Gott liebt zwar die Sünder, aber nur, wenn sie von ihrem gottlosen Weg umkehren. Andernfalls laufen sie direkt statt in die Liebe, in den  Zorn Gottes. Wenn also ein schwules Paar einsichtig ist und konsequent, sollen sie aufgenommen werden, wenn nicht, darf die Sünde keinen Einzug in die Gemeinde haben.

Johann Jakob Wirz schreibt, wie sie Mittte des 19. Jahrhunderts (ca. 1850) Gespräche mit Neuaufzunehmenden in seine Nazaret-Kirche geführt haben. Es ging sehr streng her und zu. Und wenn ich bedenke, dass sogar er schon zu der Zeit über die „unerhörte Glaubensverwirrung“ geklagt hat, so ist doch alles beim alten geblieben und man darf sich nicht entschuldigen, das  ginge heute nicht mehr. Im Gegenteil: Heute tut dies noch mehr Not als früher!

Charismatiker, welche ihre Geistestaufe und Zungenrede in der Gemeinde praktizieren wollen und uneinsichtig sind, sollen ausgeschlossen werden. Ebenso Sünder, welche uneinsichtig sind und sich nicht belehren lassen. Sie bringen falsche Geister mit in den Gottesdienst.

 

Wie geht man vor?
 

Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein.“ (Mat. 18,15 ff)
 

1. Zuerst ein Gespräch unter vier Augen.

- Nicht lange mit anderen über den Vorfall sprechen, sondern mit dem Betreffenden selbst.
 
-Ihn nicht vor anderen bloßstellen oder angreifen, sondern ihn aufsuchen und allein
mit ihm sprechen. Dabei mutig und brüderlich liebevoll die Sünde anzusprechen.
(Gal. 6, 1: es soll mit Sanftmut geschehen.)

- Dazu gehört es, dem anderen auch zuzuhören und sich vergewissern, was wirklich
Sache ist.

- Hört er, dann ist viel Grund zur Freude.

- Stillschweigen wahren!

2. Hört er nicht, dann soll man ihn zu zweit oder zu dritt ansprechen.

- Ziel ist, dass die seelsorgerlichen Bemühungen verstärkt werden.

- Zeugen können die Klage bestätigen.

- Sie können aber auch später bestätigen, was in dem Gespräch wirklich gesagt wurde.

Oft wird der Konflikt nicht schnell gelöst, ein Streit kann losbrechen, es kann gegen
den oder die, die die Sache angesprochen haben, böse Vorwürfe geben. Hier können
Zeugen helfen, die wirklich gehört haben, was in der Aussprache gesagt wurde.

3. Hört er nicht, dann soll es der Gemeinde gesagt werden.

- Die Gemeinde wird einbezogen. (s. a. 1.Kor. 5,4) Sie soll das Problem verstehen,
Rückfragen stellen können u. a.

- Sie soll dazu auch Stellung beziehen. Gemeindezucht setzt also auch eine geistlich
gesunde Gemeinde voraus.

4. Erst wenn er auch auf die Gemeinde nicht hört, kommt es zum Gemeindeausschluss.

-Der Betreffende hat nach dem Wort der Gemeinde noch eine Bedenkzeit. Lässt er die verstreichen, tritt der angekündigte Ausschluss in Kraft.

- Weil Jesus auch Heiden und Zöllner zur Buße rief, gilt auch für den

Ausgeschlossenen, dass er weiterhin die Möglichkeit der Umkehr hat!
Gemeindeausschluss - ist die letzte Konsequenz einer Reihe von Bemühungen.

 
Wer handelt in einem solchen Fall?

In den oben angegebenen Punkten, wird am besten derjenige der Handeln sein, welcher zuerst den stritttigen Punkt wahrnimmt. Erst bei Punkt drei, wenn die Gemeinde darüber informiert wird, soll es ein Ältester oder der Pastor sein.

Es erübrigt sich zu sagen, dass nur eine solche Gemeinschaft Gemeindezucht durchführen soll, welche die Heiligung lehrt. Auch sollen nur diejenigen Personen sich damit beschäftigen, welche selbst in der Heiligung stehen. Aber das ist eigentlich klar, Gemeinden, welche die Heiligung predigen und praktizieren, deren Pastor und die Ältesten sind aus Gott geboren nach 1. Joh. 3.9: „Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott geboren."







 

Jesus segne und behüte dich, lasse Sein Angesicht leuchten ueber dir und sei dir gnädig!