Mittwoch, 8. Januar 2014

Herr, darf ich zuerst...







Der Geist Gotttes wird dir jetzt aufzeigen, wie du dich in der Bibel wiederfinden könntest. Es gibt eine Begebenheit, als ein Mensch auf den Ruf Jesu antwortete „Herr, darf ich zuerst meinen Vater beerdigen, denn er ist soeben verstorben“. Jesus liess es nicht zu. Eine andere Begebenheit, im Gleichnis vom grossen Festmahl liess sich einer entschuldigen, dass er heute ein Stück Land gekauft habe, er müsse es zuerst besehen.  Ein anderer, der sich eben verlobt hat, liess sich auch entschuldigen. Noch ein anderer hat ein neues Auto gekauft, beziehungsweise, neue Ochsen, und gab sich deshalb ebenfalls verhindert. Zwei Brüder aber, als Jesus sie rief „folget mir nach“, reagierten ganz anders. Alsbald verliessen sie ihre Fischernetze und folgten ihm nach.
 
Wie war es bei dir gestern am Abend, lieber Bruder?


Der Geist Gottes in dir rief dich zur Stillen Zeit - und was hast du Ihm geantwortet? „Herr, kann ich zuerst die Tagesschau fertig sehen?“ der andere Bruder hat geantwortet, er hätte doch noch eine Versammlung zu besuchen, er wolle dann später Stille Zeit machen. Eine Schwester hat sich entschuldigt, sie müsse zuerst die Küche in Ordnung bringen, nachher käme Besuch ...

Jesus ruft auch dich. Täglich. Und jedesmal hast du eine Ausrede. Oder hast du dich schon so oft herausgeredet, dass Er dich nicht mehr ruft? Das wäre fatal!

Manchmal kommt der Ruf ein bisschen überraschend. Er kommt dann, wenn du schon etwas geplant hast. Dann musst du dich entscheiden zwischen „ich zuerst“ oder „du zuerst“. Und weil das Herz halt noch voll von materiellen und sinnlichen Sachen (Interessen, Neigungen) ist,  fällt die Entscheidung auch dementsprechen aus: „Herr, darf ich zuerst ...

Ja, noch ist dein Herz geteilt. Vielleicht ist es nicht mehr fünfzig zu fünfzig, vielleicht ist es schon siebzig zu dreissig für Jesus – aber die leidigen dreissig sind noch zu viel und hindern dich, die Nachfolge konsequent zu gehen.

Dass die Braut ein ungeteiltes Herz hat, ist der Wunsch eines jeden Bräutigams. Er will nicht siebzig, nicht achzig und auch nicht neunundneunzig. Er will hundert. Hat die Braut noch einen kleinsten Teil für den früheren Bräutigam, dann ist dieser jetzt zum Nebenbuhler geworden. Die Gedanken der Braut wandern in der Folge immer hin und her, einmal sind sie beim Nebenbuhler, dann wieder beim Bräutigam. Der Nebenbuhler verspricht der Braut alle sinnliche Freuden, der Bräutigam aber das wahre Leben an Seiner Seite unter der Bedingung, dass sie ihre Verbindung mit dem Erzfeind abbricht.

Der Handlungsbedarf liegt bei der Braut. Schafft sie es nicht, so ist sie mit dem Nebenbuhler unglücklich wie auch mit dem Bräutigam. Schafft sie es und ringt sich durch, den Nebenbuhler fahren zu lassen, dass dieser für sie nicht mehr existiert, dann hat sie ein ungeteiltes Herz und ist bereit für die Hochzeit. Dann braucht sie nicht mehr zu sagen „darf ich zuerst ...?

Petrus und Andreas hatten vor der Begegnung mit Jesus jeder seine Liebe und Neigung. Beiden war die Liebe zum Meer, das Schiff und das Fischen gemeinsam, es war ihr Hauptinteresse, sie lebten dafür. Nachdem Jesus sie gerufen hatte, waren sie so von Ihm eingenommen, dass sie alles „vergassen“, alles verliessen um Ihm nachzufolgen. Ihr Herz war ungeteilt, völlig erfüllt von Jesus. Auch wenn Petrus etwas ungehobelt war und oft sehr voreilig, sein Herz aber war ganz auf Jesus ausgerichtet und deshalb verhiess Er ihm, dass Er Seine Kirche auf ihn bauen wolle.

Wie ist es bei dir? Ist dein Leib auch eine Kirche, bzw. ein Tempel? Ist dein Tempel schon gereinigt, sind alle Wechsler und Viehhändler verjagt? Gibt es keinen Taubenkrämer mehr, auch jener nicht hinter der dicken Säule?

Der Handlungsbedarf liegt bei dir, der Braut. Wenn es keinen Grund mehr gibt, zu sagen „darf ich zuerst noch ...“, dann ist dein Herz und dein Tempel rein und das Hochzeitskleid, das ist der Auferstehungsleib, wartet auf dich.

Wenn es nun im Tempel ruhig und still geworden ist, dann hören wir die Stimme des Geistes besser. Denn sie ist leise, fast unhörbar. Jetzt gibt es auch keine Ablenkung mehr und wir verstehen Seine Sprache besser. Und wenn Er dich fragt „meine Braut, was willst du zuerst?“ dann wirst du Ihm antworten: „ich möchte zuerst, dass meine Liebe zu Dir wächst und wächst und immer weiter wächst!

 

 

Jesus segne Dich!