Mittwoch, 29. Januar 2014

Evangelisation





(Ein Auszug aus dem eBook "Die Endzeit-Kirchen")

Das verzerrte Verständnis der Freikirchlichen Lehre der Sündenvergebung Jesu am Kreuz hat weitreichende Folgen.Es umfasst auch das Gebiet der Evanglisation, Mission und Jugendgruppen. Weil der „Glaube-allein“ durchs Band zur einzigen Richtschnur geworden ist, steht nun der Mensch im Mittelpunkt und nicht mehr Gott. Um den Menschen dreht sich alles, nicht mehr um Gott. Es geht um die Frage

„wie lässt sich Gott in meinen Lebensstil integrieren?“

Die zeitgeistige Evangelisation soll den Lebensstil des Menschen nicht unnötig verändern. Vor allem soll die Evangelisation eine angenehme Sache sein:



Der Alphakurs ist eine angenehm neue Möglichkeit, sich mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Er ist für Menschen unserer Zeit gedacht, fundiert und gleichzeitig locker und unkonventionell ... „Der Alpha-Kurs ist eine fröhliche Angelegenheit. Die Gäste sollen in einer entspannten und lockeren Art und Weise an den christlichen Glauben herangeführt werden. Gemeinsam lernen und gemeinsam lachen - so kann man die Atmosphäre beim Alpha-Kurs beschreiben. Ein Witz, der die Teilnehmer in angenehmer Weise zum Thema des Abends hinführt, kann eine große Hilfe sein“ (Zitiert aus: Alphakurs-Website, Hervorhebung durch mich)

Was für eine Art der schrecklichsten Blasphemie! Was hat ein solcher Unterhaltungs-Event mit dem Evangelium, mit dem Heiligen Geist zu tun? Da werden Witze gemacht wie „Mose, ein alter Mann und Jesus spielen miteinander Golf ... oder: ...Da kam von oben eine verzagte Stimme: Den Heiligen Geist hat die Katze gefressen!“  Bei einem anderen Witz steht die Bemerkung: (Diesen Witz sollte besser eine Frau erzählen, sonst könnte er evtl. missverstanden werden...)

Heisst es nicht Halte dich fern von ungeistlichem losem Geschwätz; denn es führt mehr und mehr zu ungöttlichem Wesen, und ihr Wort frisst um sich wie der Krebs. Unter ihnen sind Hymenäus und Philetus“. Witze zu erzählen hat noch niemanden zu Gott geführt. Das tut die Welt und macht sich lustig über einen golfspielenden Moses und Jesus. Gott und Seine Propheten zu karikatieren, ist alleinige Sache Satans. Weil das richtige Verständnis der Sündenvergebung nicht erfasst wurde, kann auch die Furcht (nicht Angst, aber der nötige Respekt) vor Gott nicht vorhanden sein. Das kommt bei diesem Alphalive klar zum Ausdruck. Somit ist auch die vermitttelte Lehre abartig und fern des wahren Evangeliums.

Das einschneidende Wirken des Heiligen Geistes bei einer Evangelisation („Erweckung“ wie soviele es wünschen und erbitten) aber ist ein ganz anderes. Erstens steht Gott im Mittelpunkt, also das was Gott will. Ob sich der Mensch dabei wohlfühlt oder nicht, spiel dabei keine Rolle. Dass sich der Mensch, wenn ihn der Heilige Geist das erste Mal berührt, nicht besonders wohl fühlt, dürfte klar sein. Die Hauptaufgabe des Heiligen Geistes ist es, den Menschen der Sünde zu überführen. Dabei fühlt sich die Seele als ein Nichts, als ein Sonnnenstäubchen vor Gott.

Bei den Alpha-Leuten aber ist es anders. Gott ist ein ebenbürdiger Partner oder gar ein lieber, braver Kerl.
Ebenso ist es bei Campus für Christus. Hier heisst es im O-Ton: „Wie es mit Ihnen und Gott weitergeht, dass entscheiden Sie. Es ist Ihre persönliche Geschichte mit Gott, die einzigartig ist“. Wie es mit mir und Gott weitergeht? Oder wie es mit mir weitergeht? Nicht wir beide müssen uns einander anpassen, sondern ich muss mich Gott und Seiner Heiligen Ordnung anpassen, beziehungsweise unterorden. Sein Wille ist ausschlaggebend, nicht meine Wünsche. Ausserdem haben nicht wir Gott erwählt, sondern Er uns!
Eine weitere Form der letztlich auf die Bibel begründete, aber in der Realität satanischen Evangelisation ist die auf die Jugend projizierten „Jesus Freaks“. Dazu entnehmen wir aus „Das Wort der Wahrheit“    

„... Charakteristisch für die „Jesus Freaks“ ist die ungebrochene Einbeziehung der unreinen und sündigen weltlichen „Jugendkultur“, der weltlichen Rockmusik und des dazugehörigen „ausgeflippten“ Lebensstils in ihr verbogenes Verständnis von „Christsein“, das sich deutlich an der „Jesus People“-Hippiebewegung nach 1967 orientiert. Dazu gehört z. B. auch, daß Abendmahlsliturgien „gerappt“ werden (ein dämonisierter, getrieben-unnatürlicher Sprechgesang) oder daß „Trash-Metal-Lobpreislieder“ gesungen werden. Die gotteslästerliche Sprache der „Freaks“ und ihr übler Umgang mit dem Namen des Herrn der Herren sind weithin bekannt geworden durch die berüchtigte „Volxbibel“, die vor allem von Martin Dreyer verantwortet wird. Unter diesen irregeführten jungen Leuten wirkt ein Geist aus dem Abgrund, der sich in Lichtsgestalt verstellt. Den Einfluß dieser inzwischen international auftretenden Bewegung zeigt das jährliche „Freakstock“-Festival, das mit über 8.000 Besuchern zu den größten „christlichen“ Festivals in Europa zählt. Es soll schon um die 100 Freaks-Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum geben. Einige Beteiligte der neu formierten Emerging-Church-Bewegung in Deutschland kommen von den „Jesus Freak ...

Die Emerging Church ist eine weitere Bewegung für Evangelisation und Gemeindebau. Dazu nochmals ein Zitat aus „DasWort der Wahrheit“:

„Die Emerging-Church-Bewegung in der Schweiz

In der Schweiz wurde am 18./19. November 2006 der Emerging-Church-Sprecher Erwin R. McManus zu einem Jugendleiterkongreß newleaders.ch in die Schweiz eingeladen. Veranstalter waren der Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen (BESJ), Young Leaders.ch, die Jugend der Schweizerischen Evangelischen Allianz, die Bewegung Plus, die Evangelischen Täufergemeinden und die Chrischona-Gemeinden CH. Wenn man die bibeltreue Vergangenheit des Chrischonawerkes kennt, ist es erschreckend und traurig, daß die jetzige Führung des Werkes ganz offensichtlich das verführerische Gedankengut der Emerging-Church-Bewegung in vielem übernommen hat. Das ist aus der Tatsache ersichtlich, daß von der Chrischona Schweiz das von Irrlehren durchsetzte Buch von Rob Bell, Jesus unplugged, 2006 als Weihnachtsgabe an alle Prediger des Werkes versandt wurde. Auch in der Schweiz gilt, daß viele charismatische und evangelikale Gemeinden und Werke, besonders solche, die durch jüngere intellektülle Leiter geführt werden, anfällig für die vordringenden emergenten Irrlehren sind, deren zerstörerisches Werk erst begonnen hat.“

Wie schon einigemale erwähnt, alle diese Lehren und Bewegungen sind biblisch. Sie alle gründen auf der Bibel. Jeder Aspekt ihres „Outings“ ist absolut gemäss der Heiligen Schrift. Aber eben, zur Erinnerung: Nur Teile der Heiligen Schrift und damit ausserhalb des Kontextes. Es ist ein satanisches Evangelium, das heute (beinahe) durchwegs gepredigt wird. Wir sehen das an einem weiteres Merkmal, auf dem die heutige Evangelisation Bezug nimmt:

Die Liebe Gottes.

Dass Gott die Liebe ist, wird ja wohl niemand in Abrede stellen. Er ist Liebe, Liebe pur! Aber man kann nun diese Liebe in einem falschen Zusammenhang predigen und der Zuhörer, im Falle einer Evangelisation also der Weltmensch, erhält ein falsches Bild der Liebe Gottes. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab...“ Das ist der Liebesbeweis Gottes uns Menschen gegenüber. Aber wir dürfen nicht unser sündiges Leben in diese heilige und reine Liebe hineininterpretieren. Die Liebe geht bis zu unserem Gehorsam. Ist die Trägheit unserer Seele zu gross und ignorieren wir den Willen unseres Himmlischen Vaters, dann wird sich diese Liebe in Zorn verwandeln. Jedoch nicht, weil Gott Seine Emotionen dem Unwilligen gegenüber ändern würde, sondern weil wir durch Ungehorsam Sein Liebesfeuer ganz anders erleben werden. Wenn dem nicht so wäre, würden wir logischerweise schnell bei der Allversöhnung landen. Dieses Thema zeigt in den Kirchen die andere Seite der Liebe Gottes, eben das Gericht für Seine sündigen Geschöpfe.

Die Sünde ist das trennende Mittel zwischen uns und Gott. Solange wir in der Sünde leben, mit oder ohne Glauben!, solange sind wir dem Zorn Gottes, und damit dem Gericht ausgesetzt. Wenn wir ernstlich bemüht sind, die Sünde abzulegen, dann erfahren wir die Liebe Gottes. Um aber der Sünde absagen zu können, müssen wir diese erst erkennen. Die Sündenerkennntnis ist das erste und wichtigste am Beginn des Glaubenlebens. Dieses kann nur so tiefgründig sein, wie wir die Sünde erkennnen, verabscheun und loslassen.

Um genau das geht es bei der Evangelisation. Der Heilige Geist muss Gelegenheit haben, den Seelen das bisher verfehlte Leben vorzuzeigen, die Sünden untragbar zu machen, sodass sie die Notwendigkeit einsieht, die Sündenlast auf Jesus zu legen mit dem starken Wunsch und ehrlichen Vorsatz, nicht mehr sündigen zu wollen. Hier greift nun die Liebe Gottes, wenn die Seele die Erfahrung machen darf, dass die Kraft Gottes real ist und nicht nur eine Wiedergabe aus einem Buch. Diese Kraft darf nun wirklichkeitsnah erlebt werden.
Wenn nun die Theologen eine falsche Liebe predigen, so kann keine Sündenerkenntnis erfolgen, die Seele kann sich nicht vergegenwärtigen, dass sie in Tat und Wahrheit für immer verloren ist -  solange sie der Sünde frönt, beziehungsweise diese gutheisst, mit der Schwachheit des Fleisches entschuldig oder nicht bekämpft.


Jesus segne dich!