Mittwoch, 13. November 2013

Das Schweigen der Seele II


Im letzten Aufsatz haben wir mit der vorbereitenden Übung für das Gebet im Schweigen begonnen und haben festgestellt, dass unsere Gedanken uns oft gewaltige Streiche spielen. Wir finden kaum eine Minute Ruhe für unser Herz und unsere Seele, höchstens einige Sekunden. Aber je mehr wir mit allem Ernst üben, desto besser gelingt es uns. Wenn wir unsere Gebete in der Stille verrichten, so haben sie auch mehr Kraft und wir öffnen unser Herz damit für tiefere Erkenntnisse der geistigen Zusammenhänge.

 



Wenn uns das Konzentrieren und bei der täglichen Arbeit die Reduzierung der Gedanken auf nur das, was wir gerade tun, schon ordentlich gelingt, dann gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter.

Übung

Wir nehmen uns alle volle Stunde einige Augenblicke Zeit und rufen uns ins Bewusstsein, dass alle diese alltägliche Arbeit nur materiell ist und für die Ewigkeit eher belanglos ist. Wir rufen weiter ins Bewusstsein, dass nur die Gegenwart unseres Himmlischen Vaters in unserem Herzen von Bedeutung ist und danken Ihm dafür, dass wir Gedanken aus Seinem Heiligen Herzen haben dürfen.

Diese kurze Meditation wird bald zur Gewohnheit. Und zur Gewohnheit sollte sie auch werden. Bald haben wir immer, auch während wir mit anderen Menschen über weltliche Dinge reden, immer dieses Bewusstsein, dass Christus in und bei uns ist.

Damit haben wir die Voraussetzung für das Gelingen des eigentlichen Gebet im Schweigen erreicht und so kommen wir zur dritten, lebenslangen

Übung

Wir treten in unser Stilles Herzenskämmerlein und schliessen die Türen und Fenster (nach aussen). Unser Gebet besteht aus nichts anderem als – Schweigen! Nicht nur Schweigen mit der Zunge, sondern Schweigen mit den Gedanken. Wir tun nun das, was David allen rät, welche die Nähe zu Gott suchen, die Liebe zu Ihm erfahren möchten und dadurch auch zu tieferen Weisheiten gelangen  dürfen: Sei stille dem Herrn und warte auf Ihn!

Wir dürfen nun die Erfahrung machen, dass schon in wenigen Minuten der Hingabe ein tiefer Frieden ins Herz kommt und wir spüren eine wunderbare Harmonie in uns. Je länger wir nun dieses Gebet im Schweigen verrichten, desto ruhiger wird unsere Seele und auch unser Körper während unser täglichen Arbeit. Ausgeglichenheit und Durchhaltevermögen nehmen sichtlich zu und wir bekommen mehr und mehr auch für die Berufsarbeit die richtigen Gedanken und Ideen.

Allerdings bringt es mit sich, dass, wenn wir die Nähe des Himmlischen Vaters suchen, auch der Feind nicht schläft. Es kann dann vorkommen, dass wir plötzlich von Ungeduld befallen werden und Einflüsterungen ausgesetzt sind, dass doch alles keinen Wert hätte und wir niemals erfolgreich damit würden.

Wenn wir uns aber in Beharrlichkeit üben, was ja auch in der Ordnung Gottes ist, dann werden diese dunklen Einflüsterungen auch wieder abnehmen und schliesslich ganz aufhören.

Bleiben wir nun in diesem Schweigegebet, dann wird uns auch Fürbitte ins Herz gelegt und weil wir oft nicht wissen, wie wir beten sollen, so machen wir die herrliche Erfahrung, dass der Geist unserem Geiste hilft, wie wir beten sollen. Diese Gebete werden dann auch erhört, da dürfen wir uns darauf verlassen!

Also, machen wir nicht viele Worte in unserem Gebet, denn das Wortgeplapper ist nicht Sache unseres Himmlischen Vaters. Viel wichtiger sind die Empfindungen und die Barmherzigkeit, welche wir in die Fürbitte legen. Die Liebe ist die Sprache, welche der Vater versteht!

 

Jesus segne Dich!

 

PS: Nächsten Mittwoch geht es dann wieder mit dem Römer 8 weiter.

 

Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.

 

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Aufruf:

Bitte an die Leser dieses Blogs:

Bitte gebt mir die Denominationen oder die Gemeinden bekannt, welche noch nach biblischen Grundsätzen die Heiligung lehren. Gemeinschaften, welche lehren, dass Wiedergeborene nicht mehr sündigen, welche Anleitung und Hilfe geben, das Leben nach dem Vorbild Jesu zu leben.

Wenn möglich auch Hinweise auf Webseiten und/oder Links zu Audiodateien mit entsprechenden Predigten.

Ich werde diese Angaben dann zusammenstellen und veröffentlichen.

 

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