Mittwoch, 17. Juli 2013

Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist




Die Erfüllung der Seele mit dem Heiligen Geist ist das göttliche Ziel dieses Aufenthaltes auf Erden für uns Menschen. Erst mit dieser Erfüllung beginnt das wahre und eigentliche Leben. Doch was heisst das ganz genau, „erfüllt sein“? Die Kirchen sagen, dass die Bibel lehrt, dass wenn wir bekehrt sind und den Heiligen Namen Jesu anrufen, wir das nicht tun können, wenn wir nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt wären. Damit meinen sie, dass es nur zwei Zustände gäbe, nämlich erfüllt sein oder eben nicht erfüllt sein. Das heisst, wiedergeboren sein oder nicht wiedergeboren sein. Oder wie es Johannes sagt: Aus Gott geboren sein, oder eben nicht aus Gott geboren sein.

Doch ist dies so einfach? Nein, denn es gibt eben nicht nur diese zwei Zustände der Seele. Man kann mehr oder weniger mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. Mit der Bekehrung, beziehungsweise mit der Umkehr beginnt ein neues Leben mit total veränderten Perspektiven, diese Berührung mit dem Heiligen Geist ist wie ein Hauch. Dann erleben wir die Gnade, dass wir mit dem Geist Gottes genau in dem Masse erfüllt werden, wie wir bereit sind, den Heiligungsweg zu gehen. Aber darüber habe ich ja schon in vielen Aufsätzen geschrieben und brauche das nun wirklich nicht zu wiederholen.

Das Bewusstsein

Wer nun in seiner Entwicklung soweit ist, dass er wenigstens zum grossen Teil die Welt und ihre Sinnlichkeit überwunden hat, der macht mehr und mehr die Erfahrung, wie wichtig das Bewusstsein der steten Gegenwart Gottes ist. Denn der Geist Gottes ist Bewusstsein, so wie Er sich in der Seele zuerst manifestiert. Es wird uns immer wieder bewusst, dass Gott wirklich in uns ist. Anfangs geschieht das nur schwach und wenn wir dem keine Beachtung schenken, dann verschwindet dieses Bewusstsein wieder. Achten wir uns aber darauf und strecken uns danach, so wird dies ganz langsam immer stärker. Das kann mitunter über Jahre geschehen und immer, wenn wir uns dann wieder darauf besinnen, dass Gott in der Tat in unserem Herzen ist, dann beschleicht uns ein wohliges, ein seliges Gefühl.

Dieses Bewusstsein der Gegenwart Gottes hat mit der Erfüllung des Geistes sehr viel zu tun, weil dieses Bewusstsein die Erfüllung ist! Ob wir nun dies Heiliger Geist nennen oder Jesus Christus, bleibt einerlei. Nennen wir Ihn den Himmlischen Vater, so stimmt auch dies. Egal wie wir uns Gott vorstellen, stets bedeutet der Heilige Geist auch Liebe, Licht (Erkenntnis, Wahrheit), Wille (Kraft), die Ordnung Gottes, die Beharrlichkeit (der Ernst), die Geduld und die Barmliebe. Sind wir im Bewusstsein der Gegenwart Gottes, so sehen wir im Geiste auch die „Anwesenheit“ dieser eben aufgezählten Eigenschaften. Je mehr wir nun im Bewusstsein sind, so übertragen sich diese Eigenschaften immer stärker auf die Seele. Eine geisterfüllte Seele, also eine Seele, welche die volle Wiedergeburt erlebt hat, identifiziert sich mit diesen Eigenschaften und lebt diese alle zu gleichen Teilen.

Natürlich wäre es schön und sehr einfach, wenn wir nur in diesem Bewusstsein der Gegenwart des Himmlischen Vaters Jesu zu sein brauchen. Aber die Praxis sieht ein wenig anders aus. Einfach ist es, sich am Morgen vor dem Aufstehen vorzunehmen „heute bleibe ich in diesem Bewusstseinszustand und in meinem gedanklichen Hintergrund verbleibt den ganzen Tag über Jesus Christus“. Schwieriger ist es, während des Frühstücks noch daran zu denken. Alle Alltagssituationen sind nach dem Aufstehen nur noch darauf ausgelegt, uns von unserem Vorhaben abzulenken und mit etwas Glück erinnern wir uns vielleicht am Nachmittag, dass eben Gott in unserem Herzen nur darauf wartet, dass wir Seiner gedenken.

Das Bewusstsein der Gegenwart Gottes verschwindet sofort, wenn unsere Aufmerksamkeit davon abgelenkt wird, sei es durch die Arbeit, durch den Kontakt mit anderen Menschen oder auch nur durch unsere unstete und in die Ferne galoppierende Gedankenwelt. Gott drängt sich nicht auf. Er zwingt niemand, Seiner zu gedenken, aber die Geister der Finsternis, sie setzen alles daran, dass die Seele beschäftigt ist und dass der Zwiesprache mit Gott Einhalt geboten wird.

Je mehr die Seele auf die Welt, auf die sinnlichen Reize, auf die Materie gerichtet ist, desto schwerer fällt es ihr, sich auf den innenlebenden Geist Gottes zu besinnen. Deshalb sagt David „Seid stille dem Herrn und harret auf Ihn“ und Paulus sagt „Betet ohne Unterlass“. Beides sagt dasselbe aus. Jesus sagt es mit diesen Worten: „Trachte zuerst nach dem Reiche Gottes“.

Das grösste Hindernis für die Erfüllung mit dem Geiste Gottes ist unsere Ablenkung durch die Welt. Wir müssen lernen, trotz unserer Arbeit, trotz dem Kontakt mit anderen Menschen und trotz all dieser mannigfachen Ablenkungen immer wieder, immer öfter und immer schneller wieder zurück zu diesem seligmachenden Bewusstsein zu kommen. Wie gesagt, dieses Training kann Jahre dauern! Aber ohne dieses Training geht es nicht!

Uebung 1

Es ist naheliegend, dass wir an dieser Stelle wieder einmal eine Uebung einschalten. Bevor wir aber unsere Seele auf das Bewusstsein der Gegenwart Gottes einstimmen, müssen wir uns, das heisst unsere Lebenführung, darauf vorbereiten, sonst erleben wir nur einen perfekten Misserfolg.

In dieser vorbereitenden Uebung geht es darum, dass, wenn wir auf den Herrn harren wollen, zuerst stille werden müssen, um bei der Aussage Davids zu bleiben. Damit uinsere Seele überhaupt stille sein kann, muss alles von ihr ferngehalten werden, was sie in weltlicher Unruhe bindet. Zuerst haben wir da den Fernseher. Am besten, man entfernt dieses üble umd unnütze Ding, wenn dies nicht möglich ist, dann führe ein knallhartes vierzehntägiges TV-Fasten durch. Und dann erst beginne mit der Uebung 2!

Aber die TV-Kiste ist natürlich noch nicht alles. Dazu gehören alle Ablenkungen, welche nicht dem Erhalt des Leibes und der fmiliären und beruflichen Verantwortung dienen. Alle Genüsse und Sinnlichkeiten sollten für wenigstens zwei Wochen beiseite gelassen werden. Dann bist du bereit für die Hauptsache:

Uebung 2

Nimm dein Handy und stelle den Wecker oder Timer auf die nächste volle Stunde

Bei dem was du gerade machst, wenn der Handyalarm losschlägt, halte ein und werde dir dieser oben beschriebenen Bewusstseinshaltung der steten Gegenwart unseres Himmlischen Vaters bewusst. Spüre in deinem Herzen die Liebe, die Wahrheit und die Kraft, spüre das Verlangen nach dem uneingeschränkten Verbleib in der Ordnung Gottes, spüre den Ernst deines göttlichen Vorhabens, spüre die himmlische Geduld in dir und spüre die Barmliebe, das Erbarmen in dir für deine Mitmenschen, welche dich nicht so mögen wie du sie. Diese Barmliebe ist auch die gnadenvolle Fähigkeit, allen zu vergeben. Da es wohl kaum möglich ist, für den Rest des Tages in diesem Bewusstsein zu verbleiben, so stelle den Timer dann wieder auf die nächste volle Stunde und mache dieselbe Kurzmeditation. Fahre so fort den ganzen Tag und mache dies während mindestens drei Tagen. Dadurch wir die Seele sensibilisiert und schon bald braucht es kein Handy mehr, um mit Gott in Kontakt zu kommen/bleiben!

Wer nun durch diese Uebung ein bisschen Erfahrung hat, der merkt bald, dass es durchaus möglich ist, der Gegenwart Gottes auch dann bewusst zu sein, wenn wir mit anderen Menschen reden, ja, wenn wir weltliche Aufgaben zu erledigen haben. Wir rechnen mit Gott, wir wissen, dass Er uns in Allem leitet und führt, dass Er uns in jedem Augenblick beschützt vor geistigen Angriffen, welche ja mit Sicherheit nicht ausbleiben werden. Er ist eben in der steten Gegenwart!

Nun erleben wir, wie wir plötzlich unsere Um- und Mitwelt mit ganz anderen Augen wahrnehmen. Wir sehen sie mit geistigen Augen und verstehen auch plötzlich die geistigen Zusammenhänge, ja, vielmehr noch, wir verstehen, dass alles was weltlich wahrnehmbar ist, geistig schon lange vorhanden ist!

Das Weltliche – es tritt dann in denn Hintergrund, weil das Wesenliche immer geistig ist und aus dem Geiste kommt. Das Weltliche berührt uns nicht mehr so sehr, weil es durch den Geist überwunden werden kann und wird.

Deshalb, mein lieber Freund und Bruder: verlieren wir uns nicht als Weltlinge, sondern werden wir uns bewusst, dass wir nicht von dieser Welt, sondern lediglich Fremdlinge und Gäste auf dieser Erde sind!





Jesus segne Dich!



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.





Nur so nebenbei, damit es nicht vergessen wird:

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Aufruf:

Bitte an die Leser dieses Blogs:

Bitte gebt mir die Denominationen oder die Gemeinden bekannt, welche noch nach biblischen Grundsätzen die Heiligung lehren. Gemeinschaften, welche lehren, dass Wiedergeborene nicht mehr sündigen, welche Anleitung und Hilfe geben, das Leben nach dem Vorbild Jesu zu leben.

Wenn möglich auch Hinweise auf Webseiten und/oder Links zu Audiodateien mit entsprechenden Predigten.

Ich werde diese Angaben dann zusammenstellen und veröffentlichen.



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