Mittwoch, 24. Juli 2013

Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist II



Lass uns noch einmal auf dieses wichtige Thema zurückkommen.

Gebet um den Empfang des Heiligen Geistes

Sicher haben wir alle schon um die Erfüllung des Heiligen Geistes gebetet. Aber ist ein solches Gebet auch der Wille Gottes? „Ja selbstverständlich!“ möchten jetzt viele einwenden. Aber so selbstverständlich ist dies nicht. Wie wir schon im ersten Teil gesehen haben, ist der Zweck unseres Erdenaufenthaltes kein anderer, als dass wir die volle Erfüllung mit dem Geiste Gottes erlangen. Also ist dies der klare Wille Gottes. Auch hat Er von Seiner Seite aus schon alles getan, dass dieses Ziel erreicht werden kann: Er hat in ein jedes Menschenherz Seinen Geist – oder man kann auch sagen, Seinen Geistfunken – eingegeben.

Wenn wir nun um die Erfüllung mit dem Geist Gottes bitten, wird Gott antworten: „Mein Lieber, Ich habe schon alles getan, was ich tun konnte. Mehr kann ich nicht tun!“ In pfingstlichen Kreisen ist es so Sitte, dass derjenige, der „den Geist empfangen“ hat, demjenigen die Hände auflegt, welcher „den Geist noch nicht empfangen" hat. Das ist natürlich absurd. Die Erfüllung geschieht nicht von einer Minute auf die andere, sondern nach und nach, eben in dem Masse, wie die Seele die Welt überwindet und das wichtigste Gebot in Gehorsam lebt, nämlich „Liebe Gott über alles“ sowie „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das sind die Voraussetzungen und diese muss der Mensch selber erfüllen. Deshalb kann es nichts nützen, wenn wir einfach sehr fromm und demütig darum bitten.

Erfüllen wir aber diese Voraussetzungen, wenigstens auch nur zum Teil, dann erleben wir sehr schnell, dass oben erwähnter Geistfunken sich zu einem Flämmchen entwickelt.

Der Geistfunke kann auch mit einem Samenkorn verglichen werden. Das Samenkorn birgt schon den fertigen und ausgewachsenen Baum in sich, ja sogar auch deren Früchte. Darüber hinaus ist im Samenkorn schon die Reproduktion des einstigen Baumes festgelegt. Wenn auch das Samenkorn schon alle diese Qualitäten in sich birgt, ist es doch unmöglich, vom Samenkorn schon die Früchte zu ernten. Es dauert auch bei einem Samenkorn Jahre, bis es sich zum fertigen Baum entwickelt hat. So ist es ebenfalls mit dem Geistfunken im menschlichen Herzen. Es braucht die richtige Umgebungsbedingungen – und vor allem Zeit. Es muss reifen.

Die Länge der Zeit zur Reifung, beziehungsweise zum Wachstum des Geistes liegt aber nicht bei Gott. Der Fortschritt in der seelisch/geistigen Entwicklung liegt allein beim Menschen selbst! Die Reihenfolge habe ich schon erwähnt: die Liebe zu Gott und damit geht auch die Ueberwindung der Sinnlichkeit und damit die Liebe zur Welt einher.

Und genau hier haben wir das Problem. Bei vielen Brüdern und Schwestern ist die Liebe zu Gott durchaus vorhanden und niemand könnte ihnen diese absprechen. Und trotzdem sie Gott, also Jesus Christus, mit aufrichtigen Herzen lieben, geht die geistige Entwicklung nicht vorwärts. Sie spüren, dass sie steckenbleiben, dass sie an Ort treten. Und das oft über Jahre, ja sogar Jahrzehnte!

Damitt diese Entwicklung wieder einen neuen Schub bekommt, müssen wir uns bewusst wieder neu Gott hinwenden. Es muss uns klar sein, dass man nicht zwei Herren gleichzeitig dienen kann. Ist es uns ernst, dann müssen wir mit der Liebe zur Welt, allem voran mit der Liebe zu unserem eigenen Leib mit allen seinen Sinnenlüsten, seinen Begierden und Leidenschaften brechen. Sind wir dazu nicht bereit, ist es absurd, um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist zu bitten! Der Leib ist der Tempel, also das Gemäuer der Heiligen Stätte, und dieser Tempel muss innen und aussen rein sein. Es war die erste Handlung Jesu in Seinem Wirken auf Erden. Er reinigte den Tempel von allem weltlichen Unrat. So will Er auch unseren Tempel reinigen, mit allen Konsequenzen, welche dies mit sich bringt. Bevor der Hohepriester wieder ins Allerheiligste treten kann, muss diese Voraussetzung erfüllt sein. Sind wir aufrichtigen Herzens bereit, auch die Folgen des Bruchen mit der Welt auf uns zu nehmen, dann wird sofort der Heilige Geist die Führung unseres Lebens übernehmen. Wichtig ist dann nur noch, dass wir den Eingebungen des Geistes Gottes gehorsam sind und alle geistigen Erkenntnisse im Alltag ohne Verzögerung umsetzen. Jesus lebt. Das dürfen wir erfahren, wenn wir nicht nur Höhrer, sondern Täter des Wortes sind.

Haben wir mit den Interessen der Welt gebrochen, dann gilt es vor allem, das Bewusstsein der steten Gegenwart Gottes zu fördern, wie wir das schon im letzten Teil gesehen haben. Dazu möchte ich Dir noch einmal die beiden Uebungen ans Herz legen, wie sie im letzten Aufsatz beschrieben sind.



Jesus segne Dich!





Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.



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Aufruf:

Bitte an die Leser dieses Blogs:

Bitte gebt mir die Denominationen oder die Gemeinden bekannt, welche noch nach biblischen Grundsätzen die Heiligung lehren. Gemeinschaften, welche lehren, dass Wiedergeborene nicht mehr sündigen, welche Anleitung und Hilfe geben, das Leben nach dem Vorbild Jesu zu leben.

Wenn möglich auch Hinweise auf Webseiten und/oder Links zu Audiodateien mit entsprechenden Predigten.

Ich werde diese Angaben dann zusammenstellen und veröffentlichen.


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