Mittwoch, 19. Juni 2013

Recht auf Heilung?




„Ja klar“, sagen die einen und die anderen: „mit Sicherheit nicht!“. Die Befürworter argumentieren mit 2. Kor. 5. 21 und die Gegner halten dagegen, dass auch Paulus dieses vermeintliche Recht nicht geltend machen konnte, der "Dorn im Fleisch" blieb ihm erhalten.

Würde man aber die Fragestellung etwas genauer definieren, dann sähe die ganze Sache wohl anders aus. Spricht man im Allgemeinen von Heilung, so denkt man unwirkürlich an Krankheiten und Leiden des Leibes. Aber was ist Krankheit? Schon die Wissenschaft ist sich im Klaren darüber, dass achzig Prozent der (körperlichen) Krankheiten psychosomatisch sind, also die Ursache nicht im materiellen Leib, sondern in der Seele zu suchen ist. Ob dies nun wirklich achzig oder sogar hundert Prozent sind, darüber zu diskutieren bringt nichts, denn je nach dem, ob man zum Beispiel die Folgen der vergifteten Industrienahrung oder der genmanipulierten künstlichen „Lebensmittel“ auch zu den seelischen Krankheitsursachen zählt, kommt man auf ein anderes Ergebnis. Aber das ist im Moment nicht so wichtig.

Wenn wir uns aber bewusst werden wie die Zusammenhänge zwischen Seele und Leib funktionieren, dann erkennen wir bald, dass jede Form von Krankheit und Leiden ihre Ursache immer in der Seele haben, weil alles, wirklich alles was im Materiellen geschieht, eine geistige Ursache hat. Das Materielle hat kein Leben in sich, das Leben ist immer geistig. Nur wenn im geistigen, in der Seele Disharmonien vorhanden sind, dann schlägt das auf den Leib über und manifestieren auch dort Fehlfunktionen.

An dieser Stelle muss zwar deutlich gesagt werden, dass es auch Ausnahmen gibt. Biblisch betrachtet gibt es durchaus auch Krankheiten und Leiden, welche nicht auf eine Disharmonie in der Seele zurückzuführen sind, sondern ganz bewusst Prüfungen und Zulassungen Gottes waren. Hiob war ein Beispiel dafür, Tobias ein anderes. Beide lebten in der Ordnung Gottes und Er liess es dann trotzdem zu, dass diese Gottesmänner von Satan gegeisselt wurden – nur zur Verherrlichung des Namen Gottes und dem nachfolgenden übergrossen Segen, welche diese Geprüften dann empfangen durften. Aber das sind Ausnahmen.

Wenn wir also von Heilung sprechen, dann müssen wir zuerst den seelischen Zustand in Betracht ziehen. Die Heilung eines kranken Körpers bringt rein gar nichts, wenn die zugrundeliegende seelische Ursache nicht zuerst geheilt wird.

Recht auf Heilung? Wenn wir bei dieser eingangs gestellten Frage den seelischen Zustand mit einbeziehen und davon ausgehen, dass deren Disharmonien stets mit der bewussten oder unbewussten Missachtung der Ordnung Gottes zu tun haben, dann lautet die Antwort: Wir haben nicht nur ein Recht auf Heilung, sondern sogar die Pflicht, die Heilung schnellst möglich zu suchen! Leben wir in der Ordnung Gottes, dann ist unsere Seele heil und der Leib ist es auch.

Ich werde oft aufgefordert, für andere Menschen zu beten, dass diese von körperlichen Leiden befreit werden. Solche Bitten kommen meistens von weltlicher Seite. Aber meine Gebete sind dann sehr selten, dass ich den Himmlischen Vater direkt um sofortige Genesung des Betreffenden bitte. Meine Bitte an Ihn ist meistens so, dass Sein Geist dem Betroffenen die Augen öffnet, weshalb er sein Leiden hat. Wenn ich Gelegenheit habe, mit dem Kranken direklt zu sprechen, dann geht es auch immer darum, den Zustand zu finden, wo und weshalb die Ordnung Gottes verlassen wurde und wie man (wieder) dorthin zurückfindet. Mit der sofortigen Heilung ist dem Kranken aber selten geholfen.

Paulus gibt uns einen Hinweis darauf, was geschieht, wenn man den Leib Christi entehrt: „Darum sind so viele Schwache und Kranke unter euch ...“. (1. Kor. 11. 30) Dabei geht es natürlich nicht nur um das unwürdig eingenommene Abendmal, sondern wie oben schon erwähnt, um die mannigfaltigen Uebertretungen der Ordnung Gottes, was in jedem Fall auch immer eine Entehrung des Leibes Christi ist!

Das ganze Thema auf einen kurzen Nenner gebracht, heisst: „gehe hin und sündige nicht mehr!“, wie es Jesus selbst immer wieder den Geheilten geraten hat. Jesus selbst hat die (körperliche) Krankheit und die Sünde in einen festen Zusammenhang gebracht. Grund genug, diese Tatsache ernst zu nehmen und bitter genug, den Zustand unserer heutigen Glaubens-Gemeinschaften zu sehen, wie er schon bei den Korinthern herrschte: viele Schwache und Kranke. Und das Allertraurigtse: Es wird auf die Heilkunst der Ärzte und der Wirkung der Medikamente mehr gesetzt als auf die Heilkraft unseres Himmlischen Vaters. Er dient lediglich nur noch dazu, den Segen für die Medikamente zu spenden oder die Führung des operierenden Arztes zu sein.

Hingegen ist es tröstlich zu wissen, dass auch in den heutigen korintischen Gemeinden es noch immer einzelne Brüder und Schwestern gibt, welche in Allem ganz auf den Himmlischen Vater Jesu und nicht auf die Weltkunst setzen. Diese aber haben kaum Gelegenheit, die Dienste der Ärzte in Anspruch zu nehmen, weil ihre körperliche und seelische Gesundheit Hand in Hand gehen ...



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Aufruf:

Bitte an die Leser dieses Blogs:

Bitte gebt mir die Denominationen oder die Gemeinden bekannt, welche noch nach biblischen Grundsätzen die Heiligung lehren. Gemeinschaften, welche lehren, dass Wiedergeborene nicht mehr sündigen, welche Anleitung und Hilfe geben, das Leben nach dem Vorbild Jesu zu leben.

Wenn möglich auch Hinweise auf Webseiten und/oder Links zu Audiodateien mit entsprechenden Predigten.

Ich werde diese Angaben dann zusammenstellen und veröffentlichen.



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Jesus segne Dich!





Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.