Mittwoch, 10. April 2013

Materie und Geist - untrennbar verbunden II

Wie heisst es in einem deutschen Volkslied so schön: “Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten?“ Wie im ersten Teil schon angedeutet, ist der sogeannte „freie Wille“ nur vordergründig ein freie Wille, bei genauerem Betrachten, ist dieser ebensowenig frei wie es die Gedanken überhaupt sind.


Uebung 1

Wollen wir die Probe aufs Exempel machen? Gut. Setze Dich entspannt auf einen bequemen Stuhl und atme langsam, leere und fülle Deine Lungenflügel ohne sich zu verkrampfen. Beginne nun mit Eins und bei jedem Einatmen zähle um eins weiter. Konzentriere Dich dabei auf die Zahl, stelle diese Dir bildlich vor. Ich würde die Wette gewinnen, wenn ich behaupte, dass vor erreichen der Zahl Zehn Deine Gedanken abwandern und irgendwo anders sind, als bei Deiner einfachen Atemübung!

Uebung 2

Oder eine andere, simple Uebung: Konzentriere Dich fünf Minuten lang auf eine wirklich vorhandene oder auch nur auf eine imaginär vorhandene brennende Kerze. Wie lange funktioniert die Konzentration, ohne dass die Gedanken sich selbstständig mit etwas anderem beschäftigen?

Die Gedanken, ja, sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten, wie Hoffmann von Fallersleben es in seinem Lied richtig geschrieben hat – oder nicht?

Eigentlich düfte es ja nicht geschehen, dass die Konzentration ausser Kontrolle gerät, denn diese wurde ja im eigenen freien Willen gewollt. Auch Paulus hätte wohl schwerlich den Normalbürger zitieren können mit den Worten: „Ich tue was ich nicht will und tue nicht, was ich will“, wenn doch der Freie Wille wirklich frei und die Gedanken ebenso frei und unter absoluter Kontrolle wären. Aber die Gednken sind unter Kontrolle, nur nicht unter der Eigenen, sondern werden ganz klar dominiert von anderen, unsichtbaren Kräften und Mächten.

Es nützt nichts, wenn wir unsere Augen vor dieser Tatsache verschliessen! Ob wir es glauben oder nicht,

die Gedanken sind unter fremder Kontrolle – das ist aber nicht das Problem! Das Problem ist nur, w e m wir die Kontrolle über unsere Gedanken übertragen.

Wie unzertrennlich Geist und Materie in Wirklichkeit ist, ersehen wir auch in der Therapie von Süchten jeglicher Art. Jeder, oder fast jeder ist von einer kleineren oder grösseren Sucht betroffen. Es muss ja nicht gleich eine Heroin- oder Morphiumsucht sein, schon kleinere Gewohnheiten können zur lästigsten Sucht werden. Ich erinnere mich, wie ich früher unter einer „Kaffee- und Gipfelisucht“ gelitten habe. Vielleicht meint jetzt der eine oder andere, dies sei lächerlich, zumal es sich nur um eine einzige tägliche Tasse Milchkaffee und drei Gipfeli (Croissant) gehandelt hat, aber dieses dumme Frühstück musste ich täglich haben! Ich bin weit gefahren, damit ich zum Objekt der Begierde kam, kostete es, was es wollte. Dass es eine Sucht war wurde mir erst bewusst, als ich die Begierde nicht erfüllen konnte und ich sagte *ich muss es haben“

Suchtmittel gibt es ohne Zahl. Fast alles hat Suchtpotential, ob es für den Leib schädlich ist oder nicht – obwohl alles schädlich sein kann, wenn man es über die Massen einnimmt. Man kann es glauben oder nicht, aber selbst rohe Paprika kann ein Suchtmittel sein!

Spätestens dann, wenn man eine Sucht oder ein Süchtlein erkannt hat und dieses sich wieder von der Seele schaffen will, erfährt man, was es mit dem freien Willen auf sich hat. Man hat den freien Willen schon, aber mit dem freien Entzug hat es dann seine geweisten Wege und dieser viel gelobte freie Wille nützt rein gar nichts. Unsere Gedanken werden immer und immer wieder auf das Suchtobjekt geführt und wir können uns dagegen wehren wie wir wollen, es ist (fast) alles vergeblich.

Die Ursache dieser leidigen Tatsache liegt in der geistigen Welt. Aber wie die Natur der Tatsache schon klar erkennen lässt, ist es nicht die Himmlische Geistige Welt, sondern es ist der Widersacher, welcher die (Welt-) Menschen im Griff hat. Es ist die finstere Geisteswelt, und das kömnnen nun entweder Dämonen, Naturgeister (Kobolde) oder in den allermeisten Fällen, unselig verstorbene Seelen sein, welche ihre eigenen Süchte, welche sie zur Lebzeit hatten und im körperlosen Leben logischerweise nicht befriedigen können. Sie können und dürfen diese nicht abgelegten und überwundenen Süchte in lebenden Menschen „mitgeniessen“. Das ist völlig in der Ordnung Gottes, weil eben in dieser Höchsten Ordnung das Geistige und das Materielle nicht zu trennen ist. Andersherum wäre es eben auch nicht möglich, dass es geistige Einflüsse von der Höheren Welt geben könnte! Nur dank dieser Göttlichen Ordnung kann die göttliche Führung existieren, ob diese nun durch Engel, Christus oder Gottes Eingreifen verstanden wird, ist an dieser Stelle unwichtig und einerlei, denn alle Höheren Kräfte wirken im Namen Jesus Christus.

Das Wichtigste für heute ist die Erkenntnis, dass das Geistige Leben mit unserem Leben auf der materiellen Erde Hand in Hand geht., dass wir niemals versucht sind, die Existenz des Geistigen, seien es Engel oder Unselige, zu verleugnen, sondern dass wir bewusst mit ihnen in unseren Leben rechnen. Das hat rein gar nichts mit Okkultismus zu tun. Gefährlich wird es erst dann, wenn wir bewusst mit den geistigen Wesen in Kontakt treten wollen. Das sollen wir unterlassen, weil wir uns dann erst recht den geistigen Einflüssen öffnen, welche wir selbst dann nicht mehr kontrollieren können.

Wenn ich oben geschrieben hben, dass es wichtig sein „w e m wir die Kontrolle über unsere Gedanken übergtragen“, so geht es nicht darum, dass wir unsere „Berater“ persönlich auswählen. Es geht darum, dass wir das Niveau, den Level wählen, wo unsere Berater sozusagen „zu Hause“ sind.

Weil wir erst am nächsten Mittwoch darüber sprechen, wie wir trotz allem Unbill den wahren Freien Willen wahren und einsetzen können und sollen, möchte ich zunächst eine sehr wichtige Warnung anfügen, da ich gesehen habe, dass auch Geschwister aus den evangelischen (Frei-) Kirchen, welche auf der Suche nach Jesus Christus sind, auf gutgemeinte, aber falsche Wege geraten sind:

Alles was mit Channeling zu tun hat, auch wenn es christlich verpackt ist, ist rein Lug und Trug. Transformation, auch christliche, wie etwa von Robert Betz propagiert, ist nicht von Gott, sondern von sogenannten *Aufgestiegenen Meistern“, was in Tat und Wahrheit gefallene Engel und daher von der Unterwelt, ist. Transformationen in die vierte, fünfte, sechste, ja sogar bis in die vierzehnte Dimension des Bewusstseins – alles nur Täuschung und ohne jegliche Basis des Evangeliums.

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Christ im Alltag

Der Sinn und Zweck dieser Aufsätze ist natürlich nicht eine wöchentliche christliche Unterhaltung. Mir liegt überhaupt nichts daran, möglichst viele Leser zu haben. Im Gegenteil. Mir ist ein kleiner Leserkreis lieber, der aber all das, was auf diesen Seiten beschrieben ist, täglich in die Tat umsetzt, denn nicht wer die Worte der Wahrheit liest, kommt in den Himmel, auch nicht der, welcher sie glaubt, sondern nur der, welcher sie tut! Deshalb will ich von nun an eine kleine Hilfe geben und zeitweise eine oder mehrere praktische Uebungen in die Aufsätze einflechten, damit wir angehalten sind, das Beschriebene im Alltag anzuwenden. Erst wenn wir die Trägheit endlich überwinden, die Hände aus dem Hosensack nehmen und all das praktisch anwenden, erhält das Evangelium seinen Sinn.



Ueber die Erfahrungen darf natürlich jeder in den Kommentaren berichten, sie werden nicht zensiert!





Jesus segne Dich!