Mittwoch, 18. Januar 2012

Geister binden und lösen 4

Zum Schluss dieser Betrachtung wollen wir uns den hartnäckigsten Wesen widmen und wollen sehen, wie wir uns von denen lösen können. Die Rede ist von den dämonischen Wesen wie auch von den unselig Verstorbenen oder von den etwa vorhandenen Naturgeistern in unserer Sphäre.  Diese sind in unserer Aura oder unserem Leib, weil wir sie durch unsere alten Neigungen des Herzen, wenn auch unbewusst, zum Verweilen eingeladen haben. Siehe die drei Aufsatze vorher in dieser Reihe. Was lässt Goethe den Zauberlehrling in seinem Werk "Faust" sagen? "Die Geister die ich rief, werd' ich nicht mehr los!"

Ja, genau so läuft's. Wenigstens für die materiellen Weltmenschen, diese sind jenen schutz- und wehrlos ausgeliefert. Das trifft nicht zu für uns, die den schmalen Weg mit Jesus gehen, welche sich auf Ihn stützen, der Geist Gottes in uns ist erweckt und Er ist unser göttliches Licht und unsere himmlische Kraft.

Je mehr wir einst in unserem einstigen Sündenleben den sündigen und unreinen Gedanken nachgehängt haben, desto stärker und vor allem zahlreicher sind die entsprechenden Wesen uns zugeströmt, welche sich durch uns angesprochen gefühlt waren. Es sind weniger Dämonen, weit zahlreicher sind die unselig verstorbenen Seelen, welche uns anhängen. Haben wir uns in der Unzucht betätigt, so sind riesige Scharen von eben unzüchtigen Seelen uns gefolgt, um bei jeder Übertretung "mit geniessen" zu können. Sie alle sind auf ihre Rechnung gekommen. Warum sollen sie freiwillig diese Stätte verlassen? Und so lange sie diese Stätte nicht verlassen, solange ist die Seele noch besetzt und hat ungemein schwer, besagte Sünde zu lassen. Genau so geht es den Rauchern und den Trinkern, den Drogen-, Medikamenten-, Spiel-, Schwatz- und anderen Süchtigen.

Diese verstorbenen Selen, welche zu Lebzeiten den Süchten  nicht losgeworden sind, haben bekanntlich keinen Leib mehr um ihrer Sucht zu frönen. Aber sie haben nach Gottes Ordnung die Möglichkeit, in den Leib eines auf Erden lebenden Menschen zu schlüpfen und die Empfindungen dieses Menschen sich zu eigen zu machen.

Um selbst von den Süchten und anderen Sünden frei zu werden, müssen wir also von diesen Wesen zuerst frei werden.

(Wenn Gläubige aus evangelischen Kirchen meinen Ausführungen bis hierher gefolgt sind, so sei ihnen gesagt, dass dieses Freiwerden nichts zu tun hat mit der Sündenvergebung! Jesus ist für  unsere Sünden am Kreuz gestorben und hat bei unserer Bekehrung unsere Sünden mit Seinem Blut abgewaschen. Aber Er sagte auch immer wieder: "Gehe hin und sündige nicht mehr!". Dieses Nicht-mehr-sündigen ist also unsere eigene Sache!)

Geister lösen durch Wiedergeborene

Wiedergeborene, also Nachfolger Jesu, welche die volle Wiedergeburt erreicht haben, sie gebieten diesen unreinen Wesen im Namen Jesu, so wie Jesus selbst es getan hat und die Wesen müssen kommentarlos ausfahren. Natürlich gebieten sie diesen in anderen Menschen, selbst haben sie keine unreinen Wesen mehr in ihrer eigenen Sphäre. Sie sind rein.

Wie lösen wir aber diese Geister?

Wir hingegen, welche die volle Wiedergeburt noch nicht erlangt haben, können kaum mit dieser Vollmacht gebieten. Die Unreinen werden sich kaum betören lassen, denn sie fühlen sich ja (noch) wohl.

Aber so ganz auf verlorenem Posten stehen wir nicht. Auch in uns ist der Geist Gottes wirksam, manchmal mehr, manchmal weniger, je nach unserer Liebe zu Gott. Und eben genau diese Liebe ist es, welche unser Schutz und unser Heil gegen die riesige zahlenmässige Übermacht darstellen. Vergessen wir alles, was uns diesbezüglich bedrängt, wenden wir uns bewusst von der Liebe zu Welt ab und lassen wir uns durch Seine Gnade unsere Liebe zu Ihm bestärken. So wird es Licht in unseren Herzen, oder anders ausgedrückt, der Geist Gottes kann in unserem Herzen erstarken. Und da wo Licht ist, muss bekanntlich die Finsternis weichen und da wo das wahre Leben herrscht, da hat der Tod keine Macht mehr.

Herrscht Licht und das stete Bewusstsein der Anwesenheit unseres Himmlischen Vaters in unserem Herzen, da können wir sicher sein, dass die jetzt ungebetenen Mitbewohner unserer Sphäre schnellstens das Weite suchen. Wir sehen, auch hier wird es zum grössten Segen, wenn wir das erste Gebot unseres Heilandes erfüllen, in dem Er sagt 'Liebe Gott aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Gemüte'

Aber eben: Das funktioniert nur, wenn wir uns der vollen Tragweite dieses Gebotes bewusst werden. In diesem Gebot ist die totale und konsequente Aufgabe der Liebe zur Welt eingeschlossen! Denn ohne Überwindung der Welt kann der Geist niemals wachsen und niemals das Licht verbreiten, welches erforderlich ist, die Finsternis zu vertreiben.

Die wirksame Liebe in unserem Herzen hat aber noch eine weitere Wirkung. Diesen Seelen kann es jetzt sogar zu einem Segen gereichen, dass sie in unserer Sphäre sind. Auch gefallene und in der Entwicklung stehengebliebene Geister  dürfen sich der Liebe Gottes erfreuen, denn Er will ja nicht, dass auch nur eines verloren gehe. Und das ist für die gesamte Schöpfung gültig! Sagt Gott in Seinem Heiligen Wort nicht auch: "Die gesamte Schöpfung harret der Erlösung"?

Und wer ist, wenn nicht wir Gotteskinder, zuständig für die Arbeit in Seinem Weinberge? Also.

Wenn wir diese besagten Wesen in unserer Aura als unsere Feinde betrachten, weil sie uns ja durch ihre Anwesenheit Schaden zufügen, sollen wir sie deshalb nicht lieben? Liebet eure Feinde – gilt das nur für lebende Menschen oder auch für Verstorbene? Ich denke Ja. Also, helfen wir diesen armen unerlösten Seelen in dem wir ihnen unsere Liebe entgegenbringen in dem wir für sie beten. Stehen wir ein für sie, dass sie offen werden, um das Geistige Licht erkennen zu können.

Nun geschieht zweierlei. Die einen, welchen solche Gebete ein Gräuel sind, werden nun ebenfalls das Weite suchen und andere, welche im tiefsten Grunde ihres Herzens einen Zug für das Göttliche haben, werden bleiben und mehr und mehr das Geistige Leben dieser Seele in sich aufnehmen.

Somit kann selbst eine solche Besetztheit, wie wir sie aus dem sündigen Leben mitgebracht haben, zum Segen vieler werden. Und das Wort wird wahr:

"Alle Dinge dienen zum Besten, denen, die Gott lieben"



Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.