Mittwoch, 11. Januar 2012

Geister binden und lösen 3

Im letzten Aufsatz ist uns bewusst geworden, dass Gedanken fremde Mächte sind. Durch unsere Neigungen des Herzens lassen wir eine bestimmte Art dieser unsichtbaren Wesen zu, die dann, wenn wir sie nicht bewusst zügeln, beinahe freie Hand haben, uns zu beeinflussen. Nun wollen wir sehen, wie wir diese Mächte zügeln können und uns damit von diesen Wesen lösen können und jene binden.
Im nächsten Aufsatz geht es dann darum, wie wir die unreinen Geister und Dämonen, welche schon fester an uns hängen, die uns besetzen oder gar besessen machen, von uns lösen können.
Die unkontrollierte und unaufhörliche Gedankenflut, welche andauernd unserer Seele die Ruhe raubt, ist meistens geistiger Müll. Dieser Müll verstopft die Quelle des wahren Lebens. Er verstopft den Weg nach innen. Verdeckt den Blick ins Himmelreich. Um eine Innenschau durchführen zu können, müssen erst die Gedanken geordnet und kontrolliert werden. Wir dürfen ihnen nicht mehr erlauben, uns zu "bombardieren".
Aber nicht nur für die Innenschau ist dies von Nöten, sondern auch für das einfache Gebet. Beten wir für etwas und werden aber gleichzeitig auf etwas anderes abgelenkt, so leidet die Gebetskraft, welche ja nicht nur aus Worten besteht, sondern in dem wir das ganze Herz ins Gebet legen und dabei auch die Empfindung der Gebetserhörung fühlen sollen, da dürfen keine fremden Gedanken mehr im Wege stehen. Der Feind, das heißt die unreinen Geister in unserer Sphäre sind natürlich alleweil darauf bedacht, uns zu stören wo es nur geht.
Es liegt auch an uns, für unseren seelisch/geistigen Fortschritt an uns zu arbeiten. Deshalb sollten wir der Gedankenkontrolle eine hohe Priorität einräumen. Ich selbst habe mit den folgenden kleinen Übungen sehr gute Erfahrungen gemacht:
1. Übung
Tue alles, was Du tust, bewusst. Zähneputzen, Schuhe binden, Autofahren, auf den Bus warten – kurz, jede Tätigkeit und vor allem die vielleicht eher langweiligen wo man schnell auf andere Gedanken kommt, tue dies alles bewusst und lasse keine andere Gedanken in dir aufsteigen.
2. Übung
Setze dich entspannt auf einen Stuhl und atme tief und gleichmässig. Zähle die Atmungen bis zwölf und lasse keine anderen Gedanken aufkommen. Dann dreimal denke an 'ich bin total entspannt und ruhig' dann beginne wieder die Atmungen bis zwölf zu zählen. Mache diese Übung einige Male und nachher verbleibe (dein Leben lang) bei den Übungen drei und vier …
3. Übung
Setze dich jede Stunde einmal für fünf Minuten wieder entspannt auf einen Stuhl oder ein Sofa und meditiere unter Ausschluss jedweden anderen Gedanken: 'Gott ist in mir. Er ist die Liebe, durch welche ich lebe. Seine Liebe ist mein Herzpuls und meine Atmung. Gott ist immer in mir, er kann mich nicht verlassen, sonst wäre ich nicht mehr. Gott ist die Liebe, Gott ist Geist, der Geist Gottes ist Christus in mir. Christus Jesus ist das Leben, die Liebe, das Licht und Sein Wille. Alles was ich tue in der nächsten Stunde ist unwichtig und unnötig. Wichtig und nötig ist allein das ununterbrochene Bewusstsein der Gegenwart meines Himmlischen Vaters. Jesus, ich danke Dir für dieses Licht!'
4. Übung
In der nachfolgenden Stunde nun behalte dein waches Bewusstsein, dass Jesus (der Himmlische Vater, der Geist Gottes, Christus, das Himmelreich – Gott hat viele Namen!) in dir ist und dich gar nicht verlassen kann! Deshalb sagte Jesus ja auch "Ich bin bei euch bis an der Welt Ende".  Selbst wenn du mit anderen Leuten sprichst, behalte Jesus Christus in deinem Bewusstsein. Das ist nicht leicht. So schnell vergisst man dies, wenn wir im Gespräch sind. Wenn du das aber einmal geschafft hast, oder wenigstens auch nur zum Teil, dann bitte Ihn – immer während du mit jemanden im Gespräch bist! – dass Er dir die richtigen Worte gibt.
Diese vierte Übung verschafft dir eine ganz interessante Erfahrung. Du wirst dann bald einmal sehen, wie sinnlose Gespräche und das lose Zeugs, das man oft einfach daherredet, einen riesigen Ekel hervorrufen.  Einen anderen Effekt hat diese Übung auch noch, und da wollen wir ja schliesslich auch hinaus: Ist unser Bewusstsein unablässig  auf das Himmelreich gerichtet, so geben die unreinen Geister, welche uns mit den unreinen, ungöttlichen und Materie-gerichteten Gedanken plagen, höchst gerne Fersengeld. Sattdessen ziehen bessere Wesen, Engel,  in unsere Sphäre ein und fühlen sich durch unsere Neigungen im Herzen wohl. Und ihr Einfluss ist nicht mehr ein Zwang, dessen wir uns erwehren müssten.
Lesen wir, welche Erfahrung der Mystiker Plotin aus Alexandria in Ägypten, im 3. Jahrhundert gemacht hat:
"Auch die Sammlung nach innen ist nur anfangs ein Bemühen, die Gedanken zu beruhigen, zu konzentrieren, zu einen; im weiteren geht es um die Hingabe an die Ruhe und Stille des Innern.
Am Anfang bedeutet Sammlung und Beherrschung des Denkens, daß das unaufhörliche Dahinströmen der Gedanken über das Blickfeld des Bewußtseins zunächst für Augenblicke und nach und nach für die Dauer der Konzentration und Meditation stillgelegt wird. Im weiteren tritt dann ein völliges Lassen und Gelassensein ein. Und schließlich wird es so still, daß die lauschende Seele fähig wird, die Stimme der Stille zu vernehmen.
Diese Hingabe geht so weit, daß man von nichts Äußerem mehr abgelenkt werden kann, nichts mehr davon wahrnimmt und weiß, ja sich nicht einmal seiner selbst bewusst ist."
Quelle: http://www.lebensstufen.de/  "Plotins Lehre vom Einen"  anklicken



Und noch einige Zeilen:
"Wenn wir in der geistigen Welt so klar sehen könnten wie in der physischen, würden wir gewahr werden, daß jeder Mensch zeitlebens von zwei Heeren hilfreicher und hindernder Heinzelmännchen (besser Engel/Finsterlinge)begleitet wird und daß er unaufhörlich neue Gedankenwesen ins Dasein ruft und sich so ständig neue Scharen unsichtbarer Hinderer und Förderer schafft, die sich mit Ihresgleichen verbinden und ihm zum Schicksal werden."

Quelle: http://www.lebensstufen.de/ "Gedankenkräfte" anklicken


Geschrieben aus der Erkenntnis, die der Geist Gottes mir ins Herz gegeben hat.